Bossard zieht in Asien davon

Bossard steigert den Quartalsumsatz um 12%. Asien wächst besonders stark, die Jahresprognose bleibt unverändert.

Die Bossard Gruppe hat im dritten Quartal 2026 deutlich zugelegt. Der Spezialist für industrielle Verbindungs- und Montagelösungen steigerte den Umsatz um 12% auf 296,1 Mio. CHF. Auch in Lokalwährung blieb das Wachstum mit 11,2% zweistellig. Neben der anhaltend hohen Nachfrage aus Halbleiterindustrie und Data Center Ecosystem trug zunehmend die wirtschaftliche Erholung in Europa zur Entwicklung bei.

Besonders dynamisch entwickelte sich Asien. Dort stieg der Umsatz um 31,7% auf 63,2 Mio. CHF, in Lokalwährung waren es 29,9%. Bossard profitiert in Indien weiterhin von der Initiative „Make in India“. In Malaysia sorgen Kapazitätsausweitungen internationaler Hersteller aus der Halbleiter- und Elektronikindustrie für zusätzliche Nachfrage. Das Wachstum in Lokalwährung liegt in der Region damit bereits seit zwei Jahren im zweistelligen Bereich.

Auch in den anderen Marktregionen ging es aufwärts. In Europa erhöhte sich der Umsatz um 6,7% auf 170,2 Mio. CHF. Positive Impulse kamen unter anderem aus Luft- und Raumfahrt, Schienenfahrzeugbau und Elektronik. Die Nachfrage in der Schweiz blieb dagegen verhalten. In Amerika verbuchte Bossard ein Plus von 10,2% auf 62,7 Mio. CHF. Neben der Stabilisierung des Landmaschinenmarkts trug dort insbesondere das Data Center Ecosystem zum Wachstum bei.

Bossard 2024/29

Auf Sicht der ersten neun Monate ergibt sich ein Gruppenumsatz von 871,8 Mio. CHF, ein Anstieg um 7,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Lokalwährung beträgt das Plus 10,2%. Damit liegt Bossard weiterhin auf Wachstumskurs. Gleichzeitig macht die Differenz zwischen dem ausgewiesenen und dem währungsbereinigten Wachstum deutlich, dass Wechselkurse die berichtete Umsatzentwicklung beeinflussen.

Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an seiner Prognose fest. Bossard erwartet einen Umsatz zwischen 1,14 und 1,16 Mrd. CHF sowie eine EBIT-Marge von über 12%. Fortschritte bei der „Sales Engine“-Initiative sollen die Marktposition weiter stärken. Zudem wird das neue ERP-System im Rahmen der „Operations Engine“ im vierten Quartal in China ausgerollt.

Für Anleiheinvestoren ist die breite Wachstumsbasis ein positives operatives Signal. Insbesondere die Nachfrage aus Halbleitern und Rechenzentren stützt die Entwicklung. Allerdings liefert die Umsatzmeldung keine neuen Angaben zu Cashflow, Verschuldung oder Liquidität. Ob sich das Wachstum entsprechend in der finanziellen Leistungsfähigkeit niederschlägt, wird sich daher erst anhand der weiteren Ergebniskennzahlen beurteilen lassen.

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