BlackRock: KI-Ausbau und steigende Staatsverschuldung verschärfen Wettbewerb um Kapital

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Die Experten von BlackRock Investment Institute (BII) äußern sich regelmäßig im globalen Marktkommentar. Dabei vertritt Ann-Katrin Petersen, Leiterin Kapitalmarktstrategie Deutschland, Schweiz, Österreich und Osteuropa bei BlackRock, folgende Ansichten:

– Aus unserer Sicht besteht das Risiko, dass die Märkte den „hawkishen“ Ton aus der Pressekonferenz der US-Notenbank überinterpretieren. Eine Zinserhöhung, die in einem Umfeld robusten Wachstums die Glaubwürdigkeit der Fed stärkt, ist unter dem Strich keine schlechte Nachricht für Risikoanlagen.

– Für den Aktienmarktausblick ist aus unserer Sicht entscheidend, was hinter den höheren Renditen für Anleihen steckt. Zentralbanken sollten einen wachstumsgetriebenen Wettbewerb um Kapital nicht unterdrücken und können physische Energieknappheiten nicht beheben. Sie können jedoch durch glaubwürdige Geldpolitik verhindern, dass die Laufzeitprämie unnötig steigt.

– Die Diskussion über eine mögliche Verlangsamung bei der Entwicklung von Frontier-Modellen hat die Märkte zuletzt verunsichert. Wir würden dies jedoch nicht mit einem langsameren physischen Ausbau der KI-Infrastruktur gleichsetzen. Die Nachfrage bleibt robust.

Ann-Katrin Petersen, BlackRock

Fazit: Hohe staatliche Kreditaufnahme und der KI-Ausbau verschärfen den Wettbewerb um Kapital. Wir halten an unserer konstruktiven Haltung fest und bleiben bei US-Aktien übergewichtet. Bei Anleihen bevorzugen wir attraktive laufende Erträge außerhalb der schwächsten Kreditnehmer und der größten Schuldenemittenten.

Link zum Marktkommentar: Jenseits der Frontier-Modelle – Warum der KI-Ausbau voranschreitet

Darüber hinaus vertritt Vivek Paul (Global Head of Portfolio Strategy, BII) folgende Ansichten:

– Die Beschleunigung des KI-Ausbaus einerseits und die steigende Staatsverschuldung andererseits verschärfen den Wettbewerb um Kapital weiter. Wir bleiben risikofreudig, bei Anleihen aber selektiv.

– Die Renditen zwei- und zehnjähriger US-Staatsanleihen sind nach der Zinserhöhung der Fed gestiegen. Unserer Einschätzung nach wird der restriktiven Tonalität der Fed hier aber möglicherweise zu viel Gewicht beigemessen.

Vivek Paul, BlackRock

– Wir behalten die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes im Blick. Sie werden zeigen, ob sich die Geschäftstätigkeit trotz steigender Finanzierungskosten hält. Zeigt sich die US-Wirtschaft robust, würde dies die These stützen, dass die Zinsen länger hoch bleiben.

Link zum globalen Marktkommentar: Der KI-Ausbau trifft auf die 5-Prozent-Welt

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