
Lonza (Basel/Schweiz) investiert in den Ausbau der Produktion hochwirksamer Wirkstoffe und stärkt damit das Geschäft rund um Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC).
Lonza erweitert seinen Standort im schweizerischen Visp um zusätzliche Produktionskapazitäten für hochwirksame pharmazeutische Wirkstoffe (HPAPI) und sogenannte Payload-Linker. Mit der Investition reagiere der Auftragsentwickler und -hersteller (CDMO) auf die stark wachsende Nachfrage im Markt für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate.
Geplant ist der Ausbau innerhalb einer bestehenden GMP-Anlage. Entstehen sollen zusätzliche Produktions- und Reinigungskapazitäten sowie Labore für Analytik und Prozessentwicklung. Die Anlage ist modular ausgelegt und kann bei steigender Kundennachfrage weiter ausgebaut werden.
Nach Unternehmensangaben ergänzt die Investition das bestehende ADC-Ökosystem am Standort Visp, das bereits die Herstellung monoklonaler Antikörper, die Konjugation sowie die Arzneimittelproduktion umfasst. Ergänzt werde dies durch zusätzliche Qualitätskontrollkapazitäten für hochpotente Wirkstoffe.
Die neuen Kapazitäten sollen ab 2028 sowohl klinische Entwicklungsprogramme als auch die kommerzielle Produktion unterstützen. Ziel sei es, Pharma- und Biotechunternehmen einen durchgängigen Fertigungsprozess aus einer Hand anzubieten und die Markteinführung neuer zielgerichteter Krebstherapien zu beschleunigen.
Nach Einschätzung von Christian Seufert, Head of Advanced Synthesis bei Lonza, steigt der Bedarf an komplexen Payload-Linkern kontinuierlich. Mit dem Ausbau wolle das Unternehmen seine Position als integrierter Fertigungspartner im schnell wachsenden ADC-Markt weiter festigen.
Lonza zählt zu den weltweit führenden Auftragsentwicklern und -herstellern für die Pharma- und Biotechnologiebranche. Das Unternehmen beschäftigt rund 20.000 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von 6,5 Mrd. CHF bei einem CORE EBITDA von 2,1 Mrd. CHF.
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