
TAG Immobilien hat den Börsengang ihrer polnischen Tochtergesellschaft ROBYG erfolgreich abgeschlossen und sichert sich damit umfangreiche Mittel für weiteres Wachstum.
Im Rahmen des IPOs von ROBYG S.A. wurde der Platzierungspreis auf 34 PLN je Aktie festgelegt. Die TAG Immobilien AG veräußert dabei 25 Mio. ROBYG-Aktien und erwartet daraus einen Bruttomittelzufluss von rund 850 Mio. PLN beziehungsweise etwa 200 Mio. EUR.
Zusätzlich erhält ROBYG selbst frisches Kapital aus einer Barkapitalerhöhung. Durch die Platzierung von 9,6 Mio. neuen Aktien sowie weiteren 2,4 Mio. neuen Aktien, die von Mitgliedern des Managements gezeichnet wurden, fließen der Gesellschaft rund 400 Mio. PLN beziehungsweise etwa 95 Mio. EUR zu.
Mittelzufluss stärkt Wachstumsperspektiven
Insgesamt ergibt sich für den TAG-Konzern ein erwarteter Bruttomittelzufluss von rund 1,25 Mrd. PLN beziehungsweise etwa 295 Mio. EUR. Nach Unternehmensangaben soll das Kapital nicht nur zur deutlichen Reduzierung des Verschuldungsgrades beitragen, sondern zugleich die Basis für weiteres Wachstum schaffen.
Besonders im polnischen Verkaufsgeschäft eröffnet die gestärkte Eigenkapitalbasis zusätzliche Möglichkeiten für den Erwerb neuer Grundstücke und die Entwicklung weiterer Wohnprojekte. Gleichzeitig sollen die zufließenden Mittel auch das Vermietungsgeschäft von TAG in Polen und Deutschland unterstützen.
TAG bleibt Mehrheitsaktionärin
Trotz der erfolgreichen Aktienplatzierung hält die TAG Immobilien AG weiterhin rund 66% der Anteile an ROBYG und bleibt damit klare Mehrheitsaktionärin. Das Unternehmen unterstreicht damit den langfristigen strategischen Charakter seines Engagements auf dem polnischen Wohnimmobilienmarkt.
Für den Börsengang stieß ROBYG sowohl bei polnischen als auch bei internationalen Investoren auf eine starke Nachfrage. Die Erstnotiz der Aktie an der Warschauer Börse ist für den 2. Juli 2026 vorgesehen.
Für Kapitalmarktteilnehmer ist insbesondere relevant, dass TAG mit dem IPO erhebliche finanzielle Flexibilität gewinnt, ohne die Kontrolle über die Tochtergesellschaft aufzugeben. Gleichzeitig stärkt die Transaktion die Eigenkapitalbasis von ROBYG und schafft zusätzliche Voraussetzungen für weiteres Wachstum in einem weiterhin attraktiven Wohnimmobilienmarkt.
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