
Die Adler Group treibt Immobilienverkäufe voran, reduziert ihre Verschuldung und stabilisiert das operative Geschäft.
Die Adler Group hat im ersten Quartal weitere Fortschritte bei der Veräußerung von Projektentwicklungen und nicht-strategischen Immobilien erzielt. Die Nettoerlöse aus Verkäufen summierten sich seit Jahresbeginn auf 197 Mio. EUR und wurden überwiegend zur Schuldentilgung verwendet.
Veräußert wurden unter anderem die Projektentwicklungen „Holsten Quartier“ in Hamburg, „Quartier Kaiserlei“ in Offenbach sowie „Benrather Gärten“ in Düsseldorf. Zudem trennte sich die Gesellschaft von den Berliner Bestandsobjekten „Kornversuchsspeicher“ und „Hedemannstraße“.
Die Erlöse flossen vor allem in die Rückführung der 1L New Money Facility.
Im Vermietungsgeschäft zeigte sich das Berliner Wohnportfolio weiterhin stabil. Das flächenbereinigte Mietwachstum lag unverändert bei 3,6%, während die Leerstandsquote mit 1,4% niedrig blieb.
Die durchschnittliche Miete erhöhte sich binnen eines Jahres von 8,31 auf 8,64 EUR je Quadratmeter. Das Mietportfolio umfasst aktuell 17.483 Einheiten, davon nahezu der gesamte Bestand im Raum Berlin. Der Portfoliowert liegt bei 3,5 Mrd. EUR.
Aufgrund der Verkäufe reduzierte sich jedoch die Größe des Bestandsportfolios. Die Nettomieteinnahmen sanken deshalb im ersten Quartal um ein Sechstel auf 31 Mio. EUR.
Die Jahresprognose bestätigte Adler dennoch und erwartet weiterhin Nettomieteinnahmen zwischen 124 und 129 Mio. EUR.
Operativ verbesserte sich die Ergebnislage deutlich: Das Ergebnis aus operativer Tätigkeit lag bei einer rot-schwarzen Null nach minus 35 Mio. EUR im Vorjahr. Ausschlaggebend seien vor allem Anpassungen der Organisationsstruktur an das verkleinerte Portfolio.
Das bereinigte EBITDA aus Vermietung blieb mit 21 Mio. EUR stabil.
Unter dem Strich reduzierte sich der Verlust deutlich: Das Nettoergebnis verbesserte sich von –170 Mio. EUR auf -72 Mio. EUR. Belastend wirkten weiterhin hohe Zinsaufwendungen.
Auch die Kapitalstruktur wurde weiter stabilisiert. Nach der Rückzahlung der verbleibenden Adler Real Estate-Anleihe in Höhe von 14,8 Mio. EUR bestehen laut Unternehmen bis Ende 2028 keine weiteren Fälligkeiten von Kapitalmarktverbindlichkeiten.
Zum Ende des ersten Quartals verfügte die Adler Group über liquide Mittel von 301 Mio. EUR. Der Loan-to-Value (LTV) lag bei 77,1%.
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