Vom Bitcoin-Mining zu KI-Vermietung: grundlegender Wandel in der Branche

Die Bitcoin-Mining-Branche steht vor einem grundlegenden Wandel, während mehr Unternehmen in KI-Infrastruktur investieren.

Eine neue Infografik von boersen-parkett.de zeigt, dass viele Bitcoin-Mining-Unternehmen ihr Geschäftsmodell grundlegend umstrukturieren. Während die Bitcoin-Reserven der Miner kontinuierlich sinken, steigen die Produktionskosten rapide an. Immer mehr Unternehmen wandeln ihre Infrastruktur in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing (HPC) um.

Aktuelle Daten belegen, dass die Miner zusammen rund 1.801.272 Bitcoin halten, wobei der Trend klar rückläufig ist. In den letzten Monaten haben mehrere börsennotierte Mining-Unternehmen begonnen, ihre Bestände zu verkaufen oder ihre Treasury-Strategien anzupassen. Historisch gesehen gelten die Bestände der Mining-Unternehmen als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Lage der Branche. Bei hohen Margen neigen Miner dazu, Bitcoin zu halten; bei steigenden Kosten oder sinkenden Einnahmen werden Reserven häufig verkauft, um laufende Ausgaben zu finanzieren.

Ein Beispiel ist Bitdeer, das seine Bitcoin-Reserven vollständig auf null reduziert hat. Auch MARA Holdings hat seine Strategie angepasst und signalisiert, künftig flexibler mit seinen Beständen umzugehen. Parallel dazu steigen die durchschnittlichen Produktionskosten eines Bitcoins auf etwa 49.645 USD, ein Anstieg von mehr als 50% innerhalb von zwei Jahren.

Der Kostendruck ergibt sich aus mehreren Faktoren, darunter steigende Energiepreise und höhere Hardwarekosten. Gleichzeitig investieren zahlreiche Mining-Unternehmen verstärkt in KI-Infrastruktur. Unternehmen wie Hive, Hut 8, und TeraWulf verfolgen bereits entsprechende Strategien, um ihre Standorte zu Rechenzentren umzubauen.

Ein markantes Beispiel ist Riot Platforms, das eine Vereinbarung mit AMD unterzeichnete und Land in Texas kaufte, um neue Rechenzentrumsprojekte zu entwickeln. Der Druck von Investoren, das Geschäftsmodell in Richtung KI-Infrastruktur auszubauen, nimmt zu. Core Scientific hat ebenfalls Schritte in diese Richtung unternommen, indem es mehr als 1.900 Bitcoin verkauft und angekündigt hat, Mining nur noch begrenzt fortzuführen.

Laut dem Bericht Bitcoin Mining Outlook 2026 von CoinShares könnte der Anteil des klassischen Bitcoin-Mining am Gesamtumsatz der sechs größten Unternehmen drastisch sinken. Während Mining Anfang 2025 noch etwa 85% der Einnahmen ausmachte, könnte dieser Anteil bis Ende 2026 auf unter 20% fallen.

Bitcoin-Mining wird teurer

Bitcoin-Mining wird teurer – die Bestände fallen

Die Branche steht damit vor einer grundlegenden Transformation. Bitcoin-Miner entwickeln sich zunehmend von reinen Blockchain-Betreibern zu Anbietern digitaler Recheninfrastruktur – ein Wandel, der sowohl durch steigende Kosten als auch durch neue Marktchancen im KI-Sektor vorangetrieben wird.

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