
Nearshoring zur Diversifizierung und Verbesserung der Sicherheit der Lieferketten bilden wichtigen Rückenwind die Wirtschaft in Mexiko. Von Dina Ting*
Angesichts des enormen Potenzials Mexikos und der Fortschritte, die die designierte Präsidentin Claudia Sheinbaum in ihrer Zeit als Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt erzielt hat, sollten Anleger die Möglichkeiten für einen Einstieg in diesen interessanten Markt im Auge behalten.
Mexiko steigt zum größten Handelspartner der USA auf
– strategische Projekte: Öffnung der Erdgasförderung und des -transports für private Teilnehmer, Ausbau der Infrastruktur und mehr Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien
– kurzfristig wird für Mexiko eine Wachstumsrate von 2% erwartet, die über dem 20-Jahres-Durchschnitt liegt
– MSCI Emerging Market (EM) Index mit Gewichtung von weniger als 3% am mexikanischen Markt, Anteil Chinas am Benchmark-Index noch 25%
– börsengehandelte Länderfonds bieten geringe Kosten eines gezielten Zugang zu den großen und mittelgroßen Unternehmen eines Landes
Anleger, die sich über breit angelegte Schwellenländerindizes wie den MSCI Emerging Market (EM) Index am mexikanischen Markt beteiligen wollen, erhalten eine Gewichtung von weniger als 3% für Mexiko. Und obwohl der dominierende Anteil Chinas am Benchmark-Index jetzt geringer ist als in den letzten Jahren, beträgt seine Gewichtung immer noch 25%, Wie gut – oder weniger gut – Mexikos gewählte Präsidentin Claudia Sheinbaum in der Lage sein wird, die aktuellen Herausforderungen des Landes zu bewältigen, ist noch offen. Sheinbaums souveräner Sieg bei den Wahlen im Juni entmutigte einige Investoren, da sie befürchteten, dass ihre regierende Morena-Partei möglicherweise Verfassungsreformen durchsetzen könnte, die sich negativ auf das mexikanische Geschäftsumfeld auswirken könnten.
Da der Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA noch einen Monat nach Sheinbaums Amtsantritt im Oktober nicht feststeht, rechnen wir mit einer höheren kurzfristigen Marktvolatilität an den mexikanischen Aktienmärkten. Angesichts des anhaltenden Potenzials Mexikos, aus Nearshoring-Investitionen Kapital zu schlagen, und der Erfolgsbilanz von Sheinbaum während ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt (ab 2018) sollten Anleger unserer Meinung nach jedoch die Möglichkeiten für einen Einstieg in diesen attraktiven Markt im Auge behalten.
Wir glauben, dass eine Reihe von US-Makrotreibern die mexikanischen Exporte weiterhin vorantreiben werden. Obwohl der Appetit der USA auf chinesische Importe noch bis 2022 hoch war, hat der Rückgang des Handels mit China seither Mexiko begünstigt, das vor kurzem sowohl China als auch Kanada überholt hat und nun der größte Handelspartner der USA ist. […]
Da Mexiko weiterhin eine größere Rolle in den globalen Lieferketten spielt, sollten Anleger die Fortschritte der Unternehmen beim Nearshoring beachten, die sich in den Trends der ausländischen Direktinvestitionen (ADI) des Landes widerspiegeln. Ende 2023 lag Mexiko mit Investitionen in Höhe von 36 Mrd. USD – etwa 2 % mehr als im Vorjahr – auf Platz neun der weltweit größten Empfänger ausländischer Direktinvestitionen. Langfristig sind wir der Ansicht, dass die Bemühungen um Nearshoring zur Diversifizierung und Verbesserung der Sicherheit der Lieferketten ein wichtiger Rückenwind für Mexikos Wirtschaft und Märkte bleiben.
*) Dina Ting ist Head of Global Index Portfolio Management bei Franklin Templeton
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