
Trinkgeld sorgt im Urlaub oft für Unsicherheit: Während es in Nordamerika Pflicht ist, bleibt es in Europa freiwillig – und in Asien teils tabu.
Die Trinkgeldkultur ist weltweit alles andere als einheitlich – und genau das macht sie für Reisende so heikel. Eine Analyse von Urlaubstracker im Rahmen des Cashless Travel Index zeigt: Wer sich nicht vorbereitet, riskiert schnell kulturelle Fauxpas – oder zahlt schlicht zu viel.
Besonders deutlich wird das Gefälle zwischen Regionen: In den USA und Kanada ist Trinkgeld fester Bestandteil des Einkommens vieler Servicekräfte. Entsprechend hoch sind die Erwartungen – rund 20% gelten hier als Standard, teils sogar als Minimum. Wer darauf verzichtet, riskiert nicht nur irritierte Blicke, sondern wird mitunter direkt darauf angesprochen.
Ganz anders die Lage in Europa: Hier bleibt Trinkgeld meist freiwillig. In Ländern wie Italien, Frankreich oder Griechenland genügt es häufig, die Rechnung aufzurunden. In Deutschland, Spanien oder der Türkei sind dagegen etwa 5–10% üblich – allerdings nur bei gutem Service. Insgesamt gilt: Trinkgeld ist hier eher Anerkennung als Verpflichtung.
Auch in vielen klassischen Fernreisezielen gehört Trinkgeld zum Alltag – et…
