
Die Straumann Group meldet für 2025 ein insgesamt robustes Jahr mit weiterem Wachstum und stabiler operativer Schlagkraft. Der Umsatz stieg auf 2.6 Mrd. CHF, organisch +8.9%. Auch das Schlussquartal bestätigte die Richtung: organisch +7.0% auf 655.0 Mio. CHF. Als Treiber nennt das Unternehmen eine starke zugrunde liegende Nachfrage sowie anhaltende Marktanteilsgewinne über die globale Präsenz hinweg.
In der regionalen Entwicklung bleibt EMEA die tragende Säule, während Nordamerika in einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld eine solide Entwicklung mit sequentieller Verbesserung zeigte. In APAC dagegen drückte vor allem China auf die Dynamik. Als Faktoren nennt die Gruppe einen verhaltenen Patientenzulauf, vorsichtigeres Distributionsverhalten und den verzögerten volumenbasierten Beschaffungsprozess VBP 2.0. Lateinamerika setzte die starke Dynamik fort und trug erneut mit zweistelligem Wachstum zum Gruppenergebnis bei. Strategisch betont Straumann die Umsetzung in Implantologie, Kieferorthopädie und digitalen Lösungen; auch die Marktdurchdringung wurde durch umfangreiche Ausbildungsaktivitäten flankiert. Weltweit wurden mehr als 10.700 Programme durchgeführt und über 370.000 Fachpersonen geschult.
Ergebnis, Sonderfaktoren und Cashflow von Straumann im Fokus
Auf der Ergebnisebene berichtet Straumann neben IFRS-Kennzahlen auch Kernzahlen. Die Kern-EBIT-Marge lag bei 26.5% bei konstanten Wechselkursen (ausgewiesen 25.2%). Als Non-Core (nach Steuern) werden Effekte aus Sondereinflüssen und akquisitionsbezogenen Abschreibungen, Restrukturierungen, Rechtskosten sowie eine Wertminderung im Kontext der geplanten Verlegung des Hauptsitzes nach Arlesheim ausgewiesen. In der Bilanzlogik spielten Working-Capital und Lagerbestände eine sichtbare Rolle, auch als Puffer gegen neu eingeführte Zölle. Der Free Cashflow lag bei 290.2 Mio. CHF; zugleich stiegen die Investitionen deutlich.
Formell beantragt der Verwaltungsrat eine Dividende von 1.00 CHF je Aktie (2024: 0.95 CHF). Zudem kündigt die Gruppe Veränderungen im Verwaltungsrat an: Thomas Straumann und Marco Gadola treten an der nächsten Generalversammlung im April nicht zur Wiederwahl an; vorgeschlagen werden Sébastien Schatzmann und Wolfgang Becker.
Risiko: Für 2026 erwartet Straumann organisches Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich sowie eine Verbesserung der Kern-EBIT-Marge um 30 bis 60 Basispunkte, wobei die Margenentwicklung stärker in der zweiten Jahreshälfte erwartet wird – vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse und anhaltender makroökonomischer sowie regulatorischer Unsicherheiten.
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