Russlands Bevölkerungsrückgang: demografischer Tiefpunkt ohne Ende

So sieht GPT das Thema

Russlands demografische Tiefpunkt erreicht historische Tiefstände. Experten sehen strukturelle Probleme weit jenseits des Ukraine-Kriegs.

Russland steuert auf eine demografische Krise zu, die tiefer reicht als in der gesamten post-sowjetischen Ära. Wie die Demografen Salavat Abylkalikov (Universität Regensburg) und Pyotr Mironenko in einer Analyse für The Bell erläutern, sinken sowohl die Geburtenraten als auch die absoluten Geburtenzahlen drastisch.

Zwar habe der Ukraine-Krieg die Situation weiter verschärft, doch die Wurzeln des Problems liegen in langfristigen Trends. Präsident Wladimir Putin hatte zwar seit zwei Jahrzehnten Demografie zur Chefsache erklärt, doch erst kürzlich das Niveau anderer Industriestaaten erreicht — während nun das Budget primär für das Militär fließt.

Russland: Tiefpunkt in der Demografie

Russland: Tiefpunkt in der Demografie erreicht

Trotz schwer zugänglicher Statistiken seit 2024 zeigen Berechnungen über gebärfähige Frauen und altersspezifische Raten für das Jahr 2025 lediglich rund 1,19 Mio. Neugeborene. Der unabhängige Demograf Alexei Raksha kommt auf ähnliche 1,18 Mio.. Abgesehen vom Zweiten Weltkrieg markiert dies den niedrigsten Wert der letzten 200 Jahre. Neben dieser Krise belasten Russlands Wirtschaft zudem steigende Inflationsraten nach jüngsten Energie- und Nebenkostenanhebungen um durchschnittlich 13,4% sowie weltweite Sanktionsdynamiken.

Pyotr Mironenko

Salavat Abylkalikov ist Forscher an der Universität Regensburg und befasst sich intensiv mit der Bevölkerungsentwicklung in Osteuropa und Russland. The Bell ist ein unabhängiges russisches Medienprojekt, das aus dem Exil über politische und wirtschaftliche Entwicklungen in Russland berichtet. Pyotr Mironenko hat die Datenlage quergecheckt.

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