
Die ersten drei Quartale des Jahres brachten Aktien- und Anleiheemittent PORR eine stattliche Anzahl von Neuaufträgen – ‚spannende Projekte‘.
Mit insgesamt 27% mehr Auftragseingang als im Vorjahreszeitraum habe dieser laut Unternehmen 6.048 Mio. EUR betragen. Unter anderem seien großvolumige Aufträge aus dem Bahn- und Verkehrswegebau hinzugekommen, etwa die Eisenbahnstrecken Jasło – Nowy Zagórz in Polen und Craiova – Caransebeș in Rumänien sowie die Sanierung der A2-Tunnelkette im Packabschnitt in Österreich.
Im Hochbau errichte die PORR nach eigenen Angaben unter anderem in Polen die Mutter-Kind-Station des Warschauer Krankenhauses und in Deutschland die Gemeinschaftsschule Insel Gartenfeld. Auch im Wohnbau nehme die Aktivität wieder zu: In Deutschland habe die PORR mehrere mittelgroße Wohnbauprojekte gewonnen. Das größte Einzelprojekt im Wohnbau, die Wohnhausanlage Nordbahnhof Baufeld 3E, befinde sich in Wien.
Die Produktionsleistung habe sich stabil entwickelt und liege mit 4.986 Mio. EUR um 1% unter dem Vorjahreswert. Dies sei – zusätzlich zur verhaltenen Konjunktur im Hochbau – auf große Infrastruktur-Neuaufträge in Polen und Rumänien zurückzuführen, die sich als Design-&-Build-Projekte noch im Planungsstadium befänden und daher noch nicht in die Produktionsleistung einflössen.
Die PORR habe ihre Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen um 1% senken können. Die absoluten Einsparungen von 62,0 Mio. EUR sowie eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses aus at-equity bilanzierten Unternehmen – darunter ARGE-Projekte – hätten zu einem um 8% gesteigerten EBITDA von 269,8 Mio. EUR geführt. Das daraus resultierende EBIT habe sich mit einer Steigerung um 18% auf 108,1 Mio. EUR ebenfalls positiv entwickelt.
Die Bilanzsumme der PORR habe gegenüber der Vergleichsperiode um 4% auf 4.463,8 Mio. EUR zugenommen. Das Eigenkapital sei um 7% auf 896,8 Mio. EUR gestiegen. Trotz mehrerer Einmaleffekte – darunter Aktienkauf- und -verkaufsprogramm, Rückzahlung von Hybridkapital sowie kleinere Unternehmenskäufe – habe die PORR ihre Nettoverschuldung im Jahresvergleich um 28,9 Mio. EUR auf 307,0 Mio. EUR reduziert.
Auch die Liquidität habe sich verbessert. Der Free Cashflow sei gegenüber der Vergleichsperiode um 25,5 Mio. EUR auf –188,3 Mio. EUR angestiegen. Die liquiden Mittel hätten zum 30. September 2025 344,2 Mio. EUR betragen, die Liquiditätsreserve sei mit 790,0 Mio. EUR weiterhin auf einem hohen Niveau geblieben.
Im September 2025 ist die PORR-Aktie zudem in den ATX aufgestiegen. Strauss habe betont, die PORR zähle damit zu den 20 Top-Unternehmen der Wiener Börse. Der Aufstieg würdige die positive Kursentwicklung: Innerhalb eines Jahres ist der Aktienkurs um über 100% gestiegen, das Handelsvolumen habe sich vervierfacht.
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