
Peach Property ist nach der Refinanzierung zurück auf Kurs: Mieten steigen, Leerstand sinkt – Fokus 2026 klar operativ.
Die Peach Property Group AG hat 2025 die bilanzielle Transformation abgeschlossen und richtet den Fokus nun auf operative Verbesserungen. Der Schweizer Immobilieninvestor mit Schwerpunkt auf Wohnimmobilien in Deutschland meldet steigende Mieten, sinkende Leerstände und eine stabilisierte Finanzstruktur.
Im Strategic Portfolio legten die Nettomieteinnahmen auf vergleichbarer Basis um rund 5% auf 82,8 Mio. EUR zu. Gleichzeitig sank die Leerstandsquote deutlich auf 3,8% (Vorjahr: 5,2%). Für das Gesamtportfolio ergibt sich eine Quote von 5,2%. Die durchschnittliche Miete liegt mit 6,61 EUR/qm weiterhin rund 12% unter Marktniveau – entsprechend sehe das Unternehmen weiteres Potenzial für Mietsteigerungen.
Der operative Cashflow (FFO) erreichte 17,7 Mio. EUR und damit das obere Ende der Prognose, trotz Belastungen aus Portfolioverkäufen und Refinanzierungen. Die Loan-to-Value-Ratio (LTV) verbesserte sich auf 49,2%. Das Vorsteuerergebnis fiel mit -47,2 Mio. EUR zwar weiterhin negativ aus, verbesserte sich jedoch deutlich gegenüber dem Vorjahr.
Wesentlicher Meilenstein war die Refinanzierung 2025: Eurobond und Schuldschein wurden vorzeitig zurückgeführt, die Kapitalbasis durch eine Kapitalerhöhung um rund 52 Mio. EUR gestärkt. Die neue Finanzierungsstruktur liegt bei einem durchschnittlichen Zinsniveau von etwa 3,9% p.a.
Auch das Portfolio entwickelte sich stabil: Der Immobilienwert stieg leicht auf 1,93 Mrd. EUR, obwohl parallel Nicht-Kernbestände verkauft wurden. Die Strategie bleibt unverändert: Fokus auf das wachstumsfähige Kernportfolio in Nordrhein-Westfalen, während das Non-Strategic Portfolio weiter abgebaut wird. Für rund 1.800 Einheiten wurden bereits Verkaufsvereinbarungen getroffen, die über 40 Mio. EUR Liquidität bringen sollen.
Für 2026 plant Peach Property eine weitere operative Verbesserung. Die Nettomieten im Strategic Portfolio sollen um rund 6% steigen, die Leerstandsquote unter 3% sinken. Der FFO wird in einer Bandbreite von 17 bis 19 Mio. EUR erwartet. Parallel soll der Verschuldungsgrad mittelfristig auf unter 45% LTV reduziert werden.
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