
Die Nordex Group steigerte Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal deutlich – die Marge legte spürbar zu und ein hoher Auftragsbestand sichert Visibilität.
Der Umsatz legte im ersten Quartal um rund ein Zehntel auf 1,6 Mrd. EUR zu. Noch dynamischer entwickelte sich das EBITDA, das um rund zwei Drittel auf 131 Mio. EUR wuchs. Die EBITDA-Marge verbesserte sich entsprechend spürbar auf 8,2% nach 5,5% im Vorjahr.
Auch das Konzernergebnis zog kräftig an und erreichte 53,6 Mio. EUR, nach lediglich 7,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die Nordex Group bestätigt damit ihre Prognose für das Gesamtjahr 2026 und sieht sich operativ klar auf Kurs.
Die operative Entwicklung zeigt ein gemischtes Bild: Der Auftragseingang im Segment Projekte lag mit 1.869 MW unter dem Vorjahr, während der Auftragswert mit 1,7 Mrd. EUR weiterhin auf hohem Niveau bleibt. Positiv hervorzuheben ist der leicht gestiegene durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) von 0,91 Mio. EUR pro MW, was auf eine veränderte Projektstruktur und regionale Mischung zurückzuführen ist.
Der Auftragsbestand erreichte zum Quartalsende mit 17,0 Mrd. EUR einen deutlich höheren Wert als im Vorjahr. Davon entfallen 10,5 Mrd. EUR auf das Projektgeschäft und 6,5 Mrd. EUR auf das Servicegeschäft, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Auch die Produktion wurde deutlich ausgeweitet: Die Nordex Group produzierte Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1.494 MW, ein Plus von rund einem Viertel gegenüber dem Vorjahr. Die Installationen stiegen ebenfalls deutlich auf 227 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.155 MW. Der Schwerpunkt lag weiterhin klar auf Europa, das rund 86% der installierten Leistung ausmacht.
In den Segmenten zeigt sich die operative Stärke besonders deutlich:
Der Umsatz im Segment Projekte stieg auf 1,4 Mrd. EUR, während das EBIT hier um rund drei Fünftel auf 167,4 Mio. EUR zulegte. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 12,2%.
Im Segment Service erhöhte sich der Umsatz auf 217,9 Mio. EUR, während das EBIT um gut ein Viertel auf 41,8 Mio. EUR stieg. Die Marge erreichte hier starke 19,2%.
Die Finanzlage bleibt solide: Die Bilanzsumme liegt stabil bei rund 6,9 Mrd. EUR, die Eigenkapitalquote leicht verbessert bei 19,4%. Die Netto-Cash-Position beträgt weiterhin komfortable 1,5 Mrd. EUR. Der freie Cashflow war mit -98 Mio. EUR erwartungsgemäß negativ, was vor allem auf eine Normalisierung des Working Capitals zurückzuführen ist.
Mit der Kombination aus steigenden Margen, hohem Auftragsbestand und robuster Nachfrage aus den Kernmärkten sieht sich die Nordex Group gut positioniert, um ihre Wachstums- und Profitabilitätsziele im Jahr 2026 zu erreichen.
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