Grün ist die Ausnahme: Kryptowährungen erleben bitteres Schlussquartal

Nur wenige Kryptowährungen trotzten im vierten Quartal dem Abwärtstrend. Massive Verluste dominierten – mit einzelnen spektakulären Ausreißern.

Trotz regulatorischer Anpassungen, wachsendem Marktoptimismus und neuen Allzeithochs einzelner Coins sei 2025 für Kryptowährungen insgesamt ein schwieriges Jahr gewesen. Starke Kursschwankungen, kurzfristige Rallys und anschließende Korrekturen haben das Marktgeschehen dominiert – besonders schmerzhaft sei dabei das vierte Quartal ausgefallen.

Nach Daten von CryptoPresales.com hätten lediglich zehn der Top-100-Kryptowährungen das vierte Quartal im Plus beendet. Die große Mehrheit habe deutliche Verluste hinnehmen müssen.

Pippin dominiert – Gewinne bleiben die Ausnahme

Das Jahr habe für Kryptowährungen zunächst vielversprechend begonnen. Institutionelle Nachfrage über Spot-ETFs sowie wachsendes Interesse von Unternehmen und staatlichen Akteuren hätten den Markt gestützt. Dennoch sei das erste Quartal im Minus geendet. Bitcoin habe dabei eines seiner schwächsten Q1-Ergebnisse seit zehn Jahren verzeichnet.

Unter den Kryptowährungen hielt sich Bitcoin recht stabil - kleines Jahresminus

Unter den Kryptowährungen hielt sich Bitcoin recht stabil – kleines Jahresminus

Zwar sei es im Sommer zu einer kräftigen Erholung gekommen – Bitcoin habe zeitweise über 123.000 USD erreicht und Anfang Oktober sogar ein neues Allzeithoch markiert. Im vierten Quartal habe sich das Bild jedoch abrupt gewendet.

Laut CoinMarketCap hätten Gewinnmitnahmen, sinkende Liquidität und makroökonomische Unsicherheit zu breit angelegten Abverkäufen geführt. Bitcoin selbst sei im vierten Quartal um rund 25% gefallen.

Von den wenigen Gewinnern habe Pippin herausgeragt: Der Coin habe in 90 Tagen +1.888% zugelegt. Zcash und Humanity Protocol seien mit 259% bzw. 173% die einzigen weiteren Coins mit dreistelligen Gewinnen gewesen. Fünf weitere Kryptowährungen hätten moderate zweistellige Zuwächse erzielt.

Mehr als 80 Coins tief im Minus

Am anderen Ende der Skala zeige sich das volle Ausmaß der Marktschwäche. 43 der Top-100-Kryptowährungen hätten im vierten Quartal mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren, teils sogar über 80%. Weitere 40 Coins seien um mehr als 30% gefallen.

Die größten Verlierer seien Story, DoubleZero und Midnight mit Kursverlusten von bis zu 82% gewesen. Relativ stabil hätten sich hingegen UNUS SED LEO, Canton und Chiliz gezeigt, deren Rückgänge bei rund 5% lagen.

Unterm Strich habe das vierte Quartal eindrucksvoll gezeigt, wie fragil die Bewertungen vieler Kryptowährungen selbst nach Jahren starken Wachstums bleiben.

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