DEWB: 2025er Halbjahresverlust ausgeweitet – Kapitalschnitt beschlossen

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Die Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG (DEWB) zieht ernüchternde Halbjahresbilanz: Aufgrund der im ersten Halbjahr 2025 anhaltenden Investorenzurückhaltung und der unverändert niedrigen Bewertungsniveaus im technologieorientierten Small-Cap-Segment lag der Schwerpunkt im Berichtshalbjahr auf der Optimierung der Finanzierungsstruktur sowie der konsequenten Weiterentwicklung des Bestandsportfolios.

Das Portfolio der DEWB zählte zum 30. Juni 2025 im Wesentlichen fünf operativ tätige Beteiligungen. Kernbeteiligung ist weiterhin die LAIQON AG, die ihre operativen Finanzkennzahlen im ersten Halbjahr 2025 weiter deutlich verbessert hat und die mit der im dritten Quartal 2025 erfolgten Übernahme von Assets der MainFirst ihre Position im Asset Management signifikant ausgebaut hat. Sehr erfolgreich entwickele sich auch die DEWB-Beteiligung Stableton Financial AG. Mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Assets under Management auf über 500 Mio. USD und einer überproportionalen Steigerung der Assets im fokussierten Pre-IPO-Tech-Segment zeichne sich ein weiteres starkes Geschäftsjahr ab. Der Wertansatz des DEWB-Beteiligungsportfolios lag Ende Juni 2025 infolge des Buchwertabgangs des LAIC Token 21 bei 28,8 Mio. EUR.

„Unsere Beteiligungen, allen voran LAIQON und Stableton, haben sich im laufenden Geschäftsjahr weiter sehr positiv entwickelt. Zudem haben wir Maßnahmen zur Stärkung der finanziellen Handlungsfähigkeit umgesetzt: Aus der erfolgreichen Veräußerung des LAIC Token 21 sind der DEWB rund 2 Mio. EUR zugeflossen. Darüber hinaus haben wir im Juni 2025 eine fünfjährige 4,5%-Wandelanleihe im Volumen von 4 Mio. EUR platziert. Die Überzeichnung dieser Emission in einem für Minibonds anspruchsvollen Marktumfeld ist ein starkes Signal des Vertrauens unserer Investoren in die Strategie der DEWB“, kommentiert Bertram Köhler, CEO der DEWB.

Nach zwei Quartalen im laufenden Jahr erwirtschaftete die DEWB sonstige betriebliche Erträge über rund 0,3 Mio. EUR, die im Wesentlichen aus dem Verkauf des LAIC Token 21 resultieren.

Der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) belief sich auf -0,2 Mio. EUR. Infolge gestiegener Zinsaufwendungen ging das Finanzergebnis auf -0,7 Mio. EUR zurück, woraus ein Halbjahresverlust nach Steuern von -0,9 Mio. EUR bzw. -0,05 EUR je Aktie resultierte. Die Liquidität stieg zum 30. Juni 2025 auf 1,9 Mio. EUR. Das Eigenkapital je Aktie belief sich zum Ende des Berichtszeitraums auf 0,74 EUR.

Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie plant die DEWB, das Beteiligungsportfolio weiter auszubauen, wozu LAIQON als strategische Kernbeteiligung einen wesentlichen Beitrag leisten soll.

„Für das verbleibende Geschäftsjahr arbeiten wir weiter an unserer Strategieumsetzung. Die Prognose möglicher Transaktionen gestaltet sich jedoch anhaltend herausfordernd. Sowohl auf der Investment- als auch auf der Exit-Seite erarbeiten wir Optionen, deren Realisierbarkeit im Wesentlichen von der weiteren Kapitalmarktentwicklung abhängig bleibt. Um die grundsätzliche Handlungsfähigkeit der DEWB im Neugeschäft zu erhöhen, hat die Hauptversammlung einen Kapitalschnitt beschlossen. Dieser soll uns künftig auch wieder Refinanzierungsoptionen auf der Eigenkapitalseite ermöglichen“, so CEO Bertram Köhler weiter.

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