
Der Auftragseingang für Busse ging in den ersten neun Monaten insbesondere in Nordamerika gravierend zurück – TRATON fährt aktuell auf Kante.
Die TRATON GROUP hat trotz eines weiterhin schwachen und von Unsicherheiten geprägten Marktumfelds in den ersten neun Monaten in Europa den Umsatz nahezu stabil gehalten. Vor allem aufgrund des rückläufigen Lkw-Absatzes in Brasilien und Nordamerika sank der Umsatz der Gruppe jedoch um 8% auf 32,3 Mrd EUR.
Das Vehicle-Services-Geschäft entwickelte sich stabil. Der Anteil des Vehicle-Services-Geschäfts am Gesamtumsatz stieg leicht auf 20% (9M 2024: 19 %). Der Umsatz im Segment TRATON Financial Services konnte aufgrund des weiteren Anstiegs des Portfolios um 13% gesteigert werden.
Das bereinigte operative Ergebnis der TRATON GROUP ging um 1,2 auf 2,0 Mrd. EUR und die bereinigte operative Rendite auf 6,3% (9M 2024: 9,3) zurück. Hauptgrund hierfür war der Umsatzrückgang in Verbindung mit einer niedrigen Kapazitätsauslastung in der Produktion schwerer Lkw. Zusätzlich belasteten Währungseffekte, Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Aufbau des neuen Werks in China sowie höhere Materialkosten aufgrund von Zöllen das Ergebnis und die Rendite.
Der Auftragseingang lag mit 202.100 (9M 2024: 189.800) Fahrzeugen um 7% über dem Vergleichszeitraum. Dies lag vor allem an dem stark gestiegenen Ersatzbedarf der Lkw-Kunden in der Region EU27+3. In Nordamerika sind die Kunden aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich der US-Zollpolitik und den unklaren Auswirkungen auf die US-Wirtschaft weiter in Wartestellung. Die Nachfrage nach Lkw ging entsprechend deutlich zurück.
In Brasilien schrumpfte der Auftragseingang für Lkw in einem zunehmend herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld ebenfalls. Der Auftragseingang für Busse ging in den ersten neun Monaten 2025 insbesondere in Nordamerika gravierend zurück. Die Nachfrage nach dem Transporter MAN TGE hingegen stieg aufgrund eines Modellwechsels um fast ein Viertel an.
Der Auftragseingang lag somit unter dem Absatz und das Book-to-bill Ratio betrug 0,9 (9M 2024: 0,8).
Christian Levin, CEO der TRATON GROUP: „Das Marktumfeld, in dem wir als TRATON GROUP agieren, bleibt weiterhin schwierig. Das gilt vor allem für die beiden Märkte Nordamerika und Brasilien. In Europa zeichnet sich bislang ebenfalls noch keine robuste Wende hin zu einer stärkeren Nachfrage ab. Wir müssen also ohne Rückenwind aus den Märkten erfolgreich sein. […]“
Man sei jedoch zuversichtlich, die Prognose für das Gesamtjahr 2025 zu erreichen. Für 2025 erwarte die TRATON GROUP für Absatz und Umsatz weiterhin eine Bandbreite von ‒10 bis +0 %. Für die bereinigte operative Rendite werde eine Bandbreite von 6 bis 7% prognostiziert.
Der Netto-Cashflow des Geschäftsfelds TRATON Operations wird in einer Bandbreite von 1,0 bis 1,5 Mrd. EUR erwartet. Jedoch sehe TRATON die bereinigte operative Rendite und den Netto-Cashflow für TRATON Operations jeweils am unteren Ende der Bandbreite. Die Prognose stehe darüber hinaus weiterhin unter dem Vorbehalt makroökonomischer und geopolitischer Entwicklungen. Zudem herrsche weiterhin Unsicherheit in Bezug auf die Auswirkungen der US-Handelspolitik.
TRATON hat über seine Finanztochter zweistellig viele Anleihen am Markt.
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