
Die BOOSTER Precision Components Holding hat 2025 bei leicht rückläufigem Umsatz operativ zugelegt und ihre Profitabilität deutlich verbessert.
Der Umsatz fiel um 5% auf 161,7 Mio. EUR, belastet durch die schwache Nachfrage im Automotive-Segment, insbesondere bei Verbrennungsmotoren (ICE). Positiv wirkten neue Geschäftsfelder, die ihren Umsatzanteil auf 11% steigerten.
Deutlich besser entwickelte sich die Ertragsseite: Das EBITDA stieg um 23% auf 16,3 Mio. EUR, die Marge verbesserte sich entsprechend auf 10,0%. Auch das EBIT legte um 57% auf 7,4 Mio. EUR zu. Unter dem Strich reduzierte sich der Verlust massiv auf -0,3 Mio. EUR nach -5,1 Mio. EUR im Vorjahr.
Treiber waren vor allem Effizienzmaßnahmen aus dem „Accelerate“-Programm, Automatisierung sowie verstärkter Einsatz von KI in Produktionsprozessen.
Bilanz deutlich entschuldet
Die Bilanzsumme sank um 14% auf 93,4 Mio. EUR, vor allem durch Schuldenabbau:
– Gesamtverbindlichkeiten reduzierten sich um 15% auf 80,1 Mio. EUR
– Anleihevolumen wurde planmäßig um 11% auf 41,5 Mio. EUR zurückgeführt
Das Eigenkapital sank leicht auf 6,9 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote blieb stabil bei 7,4%. Die liquiden Mittel halbierten sich nahezu auf 6,5 Mio. EUR, vor allem durch Tilgungen und Zinszahlungen.
Der operative Cashflow ging dagegen deutlich zurück und lag bei 11,8 Mio. EUR (–39%), u.a. wegen geringerer Effekte aus Lagerabbau.
BOOSTER treibt die Transformation voran: Neue Geschäftsfelder wie E-Mobilität, Wasserstoff und industrielle Anwendungen gewinnen an Bedeutung. Zusätzlich adressiert das Unternehmen Wachstumsfelder wie Rechenzentren und Industriekompressoren.
Ausblick 2026: Rückkehr in die Gewinnzone
Für 2026 erwartet das Management:
– Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich
– weiteres EBITDA-Wachstum
– ausgeglichenes Konzernergebnis
Voraussetzung sei eine Stabilisierung der Nachfrage sowie anhaltende Effizienzgewinne durch Automatisierung und KI.
Fazit
BOOSTER bekommt die Kostenbasis besser in den Griff und verbessert die Profitabilität von unten kommend deutlich – der strukturelle Umbau weg vom klassischen Automotive-Geschäft schreitet sichtbar voran. Die Eigenkapitalbasis bleibt jedoch dünn.
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