Booster Precision setzt auf StaRUG: Einigung mit Anleihegläubigern zur Refinanzierung

Booster Precision treibt die Refinanzierung voran. Mit einer Mehrheit der Anleihegläubiger wurde eine grundsätzliche Einigung erzielt; nun soll ein StaRUG-Verfahren die Umsetzung absichern.

Die BOOSTER Precision Components Holding GmbH hat beschlossen, dem zuständigen Amtsgericht Hannover einen Restrukturierungsplan nach dem StaRUG anzuzeigen. Zugleich wurde die bestehende Stillhalte- und Lock-up-Vereinbarung mit der Ad-hoc-Gruppe der Anleihegläubiger bis zum 31. August 2026 verlängert.

Nach Unternehmensangaben repräsentiert die Ad-hoc-Gruppe Inhaber von mehr als 50% des angepassten Nennbetrags der vorrangig besicherten Unternehmensanleihe (NO0012713520) mit Fälligkeit Ende November 2026. Mit dieser Gruppe habe Booster Precision eine grundsätzliche Einigung über ein Refinanzierungskonzept und die Einleitung eines StaRUG-Verfahrens erzielt.

Der geplante Restrukturierungsplan sieht unter anderem einen teilweisen Forderungsverzicht der Anleihegläubiger vor. Dazu zählt auch eine deutliche Reduzierung des Nennbetrags der ausstehenden Anleihe. Über die konkreten Ausgestaltungsdetails werde derzeit noch mit den Mitgliedern der Ad-hoc-Gruppe verhandelt.

Booster PCH von 2022

Booster PCH von 2022

Darüber hinaus haben Mitglieder der Ad-hoc-Gruppe ihre Bereitschaft signalisiert, eine Zwischenfinanzierung bereitzustellen, um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf des Unternehmens zu decken. Hierfür will Booster Precision zeitnah ein schriftliches Verfahren über die Nordic Trustee & Agency AB einleiten. Die Anleihegläubiger sollen dabei unter anderem einer Aussetzung beziehungsweise Verschiebung fälliger Zinszahlungen, Änderungen der Anleihebedingungen sowie der Umsetzung der Zwischenfinanzierung zustimmen.

Nach der gerichtlichen Bestätigung des Restrukturierungsplans soll ein weiteres schriftliches Verfahren folgen, um die noch ausstehenden Maßnahmen der Restrukturierung entsprechend den Anleihebedingungen umzusetzen.

Nach Angaben des Unternehmens bleiben Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter von den Maßnahmen unberührt. Booster Precision geht davon aus, den Restrukturierungsprozess noch vor der Fälligkeit der Anleihe erfolgreich abzuschließen.

Die BOOSTER Precision Components Holding GmbH entwickelt und produziert Präzisionskomponenten für die Automobilindustrie und weitere industrielle Anwendungen.

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