„Beam me up“ – European Space Ventures will mit Space Bond abheben

Foto @ European Space Ventures AG

Die European Space Ventures AG (ESV) greift nach den Sternen und will hierfür frische Anleihegelder einsammeln. Die Mittel aus dem European Space Bond möchte die Beteiligungsgesellschaft für Investments entlang der New-Space-Wertschöpfungskette nutzen. Details zur neuen Unternehmensanleihe dürften in Kürze abrufbar seien.

New Space in Europa ist ein Milliardenmarkt und vereine private Innovation, öffentliche Raumfahrt und Verteidigung – für Wachstum, technologische Souveränität und Sicherheit. Die Investitionen in eigene Raumfahrt- und Sicherheitsinfrastruktur steigen deutlich. Allein Deutschland plant militärische Weltraumfähigkeiten im Umfang von 35 Mrd. EUR. Hinzu kommen 22,3 Mrd. EUR für ESA-Programme10,6 Mrd. EUR für das europäische Satellitenprogramm IRIS² sowie 14,88 Mrd. EUR für das EU-Weltraumprogramm.

„Zuletzt hat der erfolgreiche Flug der Spectrum-Rakete von Isar Aerospace eindrucksvoll gezeigt, dass Europas New Space Unternehmen technologisch immer weiter vorankommen und aus ambitionierten Start-ups relevante Industrieunternehmen entstehen. New Space in Europa ist heute kritische Infrastruktur für Sicherheit, Kommunikation und Souveränität. Wir sind seit Jahren Teil dieses Ökosystems und wollen Anlegern einen strukturierten Zugang insbesondere zu aussichtsreichen, nicht börsennotierten Unternehmen ermöglichen“, sagt Simon Drake, Vorstandsvorsitzender der European Space Ventures AG.

Die European Space Ventures AG baue auf mehr als zehn Jahren Erfahrung der Gründer Simon Drake und Kevin Mac Gowan im internationalen Space-Ökosystem auf. Im Jahr 2014 gründeten sie die Space Ventures Investors Ltd. und bauen seitdem ein Netzwerk zu Investoren, Gründern, Industriepartnern sowie zur Politik.

Zu den erfolgreichen nicht börsennotierten Investments von Space Ventures Investors gehörten Latitude SA, SpaceSense.ai und VAKE AS. Mit dem Portfolio der börsennotierten Beteiligungen sei seit 2020 eine durchschnittliche Rendite von 16% p.a. erzielt worden. Die eigene proprietäre KI-Plattform ENSAI analysiere hunderte Unternehmen und werde künftig auch von der European Space Ventures AG eingesetzt.

Der Raumfahrtboom und das über Jahre gewachsene Netzwerk im Space-Ökosystem bilden die Grundlage für die Gründung und den Investmentansatz der European Space Ventures AG. Der European Space Bond werde als Startschuss für Investmentangebote der Beteiligungsgesellschaft im europäischen Raumfahrt-Ökosystem gesehen. Perspektivisch sei auch ein Börsengang der Gesellschaft geplant.

Die Investmentstrategie werde Unternehmensangaben zufolge unterschiedliche Reifephasen kombinieren. Insbesondere bei nicht börsennotierten Unternehmen sieht die ESV großes Potenzial. Denn viele europäische Space-Unternehmen verfügen bereits über validierte Technologien, erste Kunden oder die Unterstützung etablierter Raumfahrtprogramme. Für Privatanleger und kleinere institutionelle Investoren sind diese Unternehmen vor einem Börsengang jedoch meist nicht direkt investierbar. Genau hier setzt ESV mit seinem Netzwerk und seiner Branchenexpertise an. Darüber hinaus seien auch Investments in bereits gelistete Unternehmen geplant, um Opportunitäten zu nutzen und das Liquiditätsprofil des Portfolios auszubalancieren.

Foto: © vecstock– freepik.com

Das Kapital aus dem European Space Bond soll in drei Säulen investiert werden: Unter „Space Fortress Europe“ bündelt ESV Unternehmen, die mit sicherer Kommunikation, Trägersystemen, Rückführungslogistik oder der Beseitigung von Weltraumschrott zur europäischen Souveränität und Sicherheit beitragen. Die „Strategic Space Value Chain“ umfasst Raumfahrzeuge, Hardware, Werkstoffe und Zulieferer entlang der gesamten New-Space-Wertschöpfungskette. Im Bereich „Space Resources“ stehen Chancen rund um kritische Rohstoffe, Mond- und orbitale Ressourcen sowie Energieinfrastruktur im Weltraum im Fokus.

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