AT&S auf AI-Turbo: Milliarden-Ausbau mit AMD im Rücken

AT&S hebt nach neuen Vereinbarungen mit AMD und einem weiteren Technologiekonzern die Prognose kräftig an.

Die Nachfrage nach AI-Infrastruktur und High-End-IC-Substraten treibt den österreichischen Technologiekonzern zu milliardenschweren Erweiterungsinvestitionen in Malaysia.

Der österreichische Leiterplatten- und IC-Substrat-Hersteller AT&S will zusätzliche Produktionskapazitäten im malaysischen Kulim schaffen. Geplant ist sowohl die Erweiterung bestehender Fertigungslinien als auch die Nutzung bislang ungenutzter Flächen im zweiten Werk. Hintergrund ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz, High-Performance Computing und modernen Packaging-Technologien.

Für den Ausbau werden Investitionen von 1,5 bis 2,0 Mrd. EUR veranschlagt. Nach Angaben von AT&S sollen diese durch langfristige Kundenzusagen vollständig unterstützt und finanziert werden. Die entsprechenden Vereinbarungen befinden sich noch in den finalen Verhandlungen.

AT&S Floater 2022/endl

AT&S Floater 2022/endl

Die neuen Kapazitäten schlagen sich unmittelbar im Ausblick nieder: Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwartet AT&S nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 45 bis 55% statt bislang 30 bis 35%. Die EBITDA-Marge soll zwischen 32,0 und 37,0% liegen; zuvor waren 25,0 bis 29,0% in Aussicht gestellt worden.

Auch die Investitionen werden deutlich ausgeweitet. Statt bislang rund 400 Mio. EUR plane AT&S nun Ausgaben von 1,0 bis 1,2 Mrd. EUR. Dennoch rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem deutlich positiven operativen Free Cashflow.

Mit der Anhebung der Prognose unterstreicht AT&S seine Rolle als wichtiger Zulieferer der globalen Halbleiterindustrie. Insbesondere im Bereich IC-Substrate für leistungsfähige AI-Chips zählt das Unternehmen zu den technologisch führenden Anbietern außerhalb Asiens.

Die in Leoben ansässige AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG gehört zu den weltweit führenden Herstellern von IC-Substraten und hochwertigen Leiterplatten. Das Unternehmen beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter und produziert in Österreich, China, Malaysia und Indien.

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