
Accentro verfehlt die eigene Sanierungsplanung und benötigt zusätzliches Kapital. Anleihe 2025/27 soll daher wachsen.
Die Accentro Real Estate AG muss im Rahmen ihrer laufenden Restrukturierung eine weitere Finanzierungslücke schließen. Wie das Immobilienunternehmen mitteilte, weicht die operative Entwicklung derzeit negativ von der dem IDW-S6-Gutachten zugrunde liegenden Sanierungsplanung ab.
Konkret bleiben laut Accentro insbesondere die Umsätze aus Projektverkäufen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Zudem hätten geplante Verkäufe aus dem Bestandsportfolio bislang nicht umgesetzt werden können. Daraus ergebe sich bis Ende August 2026 ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf von rund 7 Mio. EUR.
Zur Stabilisierung der Finanzierung will die Gesellschaft nun die bestehende Anleihe 2025/27 (DE000 A4DFWD 1) um weitere 7,5 Mio. EUR aufstocken. Nach Abschluss der Maßnahme soll das Gesamtvolumen der Anleihe bei insgesamt 92 Mio. EUR liegen.
Der Vorstand greift damit auf eine bereits in den Anleihebedingungen vorgesehene Möglichkeit zur Aufstockung zurück. Die zusätzliche Emission soll den negativen Liquiditätseffekt aus der Planabweichung kurzfristig kompensieren.
Die Mitteilung zeigt zugleich, dass die Restrukturierung des Berliner Immobilienunternehmens weiterhin unter Druck steht. Vor allem schwächere Verkäufe im Aufteilergeschäft belasten derzeit die Umsetzung der Sanierungsstrategie.
Die Accentro Real Estate AG ist auf Wohnungsprivatisierung und Immobilienentwicklung spezialisiert. Das Unternehmen befindet sich seit geraumer Zeit in einer umfassenden finanziellen Restrukturierung.
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