Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf 20-Jahres-Hoch – wachsender Druck im Mittelstand

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Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigt weiter – und trifft zunehmend die Breite der Wirtschaft. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle verzeichnet im ersten Quartal 2026 in Deutschland 4.573 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften. Das ist der höchste Stand seit dem dritten Quartal 2005, und somit liegen die Insolvenzzahlen auch höher als im Zuge der großen Finanzkrise 2009. Auffällig ist dabei: Die großen Einzelfälle bleiben aus – der Druck verteilt sich zunehmend auf viele kleinere und mittlere Unternehmen. Dr. Tobias Moser, Restrukturierungsexperte und Gründer von MR Corporate Solutions, teilt dazu mit:

„Die aktuellen Zahlen zeigen eine gefährliche Entwicklung: Weniger spektakuläre Großinsolvenzen, dafür ein wachsender Druck im Mittelstand. Genau das ist typisch für eine fortgeschrittene wirtschaftliche Schwächephase. Viele Unternehmen kämpfen gleichzeitig mit steigenden Kosten, schwacher Nachfrage und fehlender Preissetzungsmacht – etwa im Gastgewerbe, in der Logistik oder im Bau.

Hinzu kommen externe Schocks wie die zuletzt im Zuge des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Energie- und Erdölpreise. In vielen Branchen lassen sich diese Kosten nicht weitergeben – sie wirken daher wie ein zusätzlicher Insolvenzverstärker. Besonders betroffen sind transportintensive Geschäftsmodelle, Teile der Automobilzulieferindustrie und energieabhängige Industrien.

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Viele dieser Insolvenzen hätten sich mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeiden lassen. Die Probleme entstehen nicht über Nacht…