
Die Mehrheit der professionellen Investoren rechnet mit einem deutlichen Rücksetzer bei KI-Aktien: 80% der institutionellen Anleger halten eine Korrektur von mindestens 20% innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate für realistisch. Nur 20% erwarten keine Korrektur. Das zeigt eine aktuelle Infografik-Analyse von boersen-parkett.de, die Umfragedaten unter institutionellen Investoren, Allokationsdaten von Fondsmanagern und Depotdaten von Privatanlegern zusammenführt.
80% erwarten die Korrektur – und bleiben trotzdem investiert
Bemerkenswert ist vor allem der Widerspruch zwischen Erwartung und Positionierung: Die Skepsis hält die Profis nicht vom Investieren ab. Zwei Drittel der befragten institutionellen Investoren halten zwischen 25 und 50% ihres Aktienportfolios in KI-bezogenen Werten. Trotz mehrheitlicher Korrektur-Erwartung bleibt die Konzentration auf das KI-Thema damit hoch – die Angst, die Rallye zu verpassen, wiegt offenbar schwerer als die Sorge vor dem Rücksetzer.
Krypto bleibt Randnotiz: Fondsmanager bei 1% Allokation
Ganz anders das Bild bei Kryptowährungen: Fondsmanager allokieren im Median lediglich 1% ihres Portfolios in Krypto – 99% entfallen auf klassische Anlageklassen. Von der vielzitierten institutionellen Krypto-Adoption ist in den tatsächlichen Allokationen bislang wenig zu sehen, trotz Spot-ETFs und klarer Regulierung durch die europäische MiCA-Verordnung.
Kleinanleger halten 11% Krypto – Profis nur 2%
Bei Privatanlegern kehrt sich das Verhältnis um – und zwar abhängig von der Depotgröße: Kleinanleger-Depots mit einem Gesamtvolumen von unter 3.000 EUR weisen einen Krypto-Anteil von 11% auf. Bei Anlegern mit Depots über 100.000 EUR liegt die Quote im Durchschnitt bei nur 2%. Je kleiner das Depot, desto höher die Krypto-Gewichtung – zwischen den kleinsten Privatdepots und dem Median der Fondsmanager liegt ein Faktor von mehr als zehn.
Fazit: Konzentrationsrisiko bei KI, strukturelle Untergewichtung bei Krypto
Das Fazit der Auswertung: Institutionelle Investoren haben ein erhebliches Konzentrationsrisiko in KI-Aktien aufgebaut – bei gleichzeitig mehrheitlicher Erwartung einer deutlichen Korrektur. Krypto bleibt dagegen strukturell untergewichtet, während ausgerechnet die kleinsten Privatanleger-Depots die höchste Krypto-Quote aufweisen.
HIER geht es zum ausführlichen Beitrag mit weiteren interessanten Informationen und anschaulichen Infografiken.
Grafiken @ boersen-parkett.de
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