Deutsche Anleihen: Fester – Rendite fällt auf tiefsten Stand seit Mai 2013

FRANKFURT (dpa-AFX) – Schwache US-Konjukturdaten und politische Risiken haben die Anleger in die als sicher geltenden Staatsanleihen getrieben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,50 Prozent auf 146,84 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel auf 1,26 Prozent und erreichte den tiefsten Stand seit Mai 2013.

Die US-Wirtschaft war im ersten Quartal laut einer zweiten Schätzung deutlich stärker geschrumpft als zunächst ermittelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Volkswirtschaft der Welt sank laut Handelsministerium um annualisiert 2,9 Prozent. Zuvor war von einem Rückgang von 1,0 Prozent ausgegangen worden. Zeitgleich zu den BIP-Daten wurde auch ein überraschender Rückgang der Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA gemeldet.

Zudem hat die nach wie vor kritische Situation im Irak und in der Ukraine die Anleihen beflügelt. Robuste Konjunkturdaten aus Deutschland spielten am Rentenmarkt demgegenüber kaum eine Rolle. Die GfK-Verbraucherstimmung war auf den höchsten Stand seit acht Jahren gestiegen. Die Konsumforscher verwiesen vor allem auf die noch lockerere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die die Sparneigung der privaten Haushalte habe „abstürzen“ lassen./jsl/stb