The Platform Group (TPG) baut Servicegeschäft und Plattformportfolio aus

Die TPG gründet eigenständige Servicegesellschaften, bündelt den Wareneinkauf und plant weitere Übernahmen. Die Jahresprognose bleibt bestätigt.

Die The Platform Group (TPG) treibt ihre strategische Weiterentwicklung mit organischem Wachstum, Effizienzsteigerungen und weiteren Akquisitionen voran. Fünf eigenständige Servicegesellschaften sollen das externe Geschäft ausbauen. Zudem werde eine zentrale Wareneinkaufsgesellschaft vorbereitet. Die Prognose für 2026 bestätigte das Unternehmen.

Die bisherigen Shared-Service-Aktivitäten wurden in fünf eigenständige Gesellschaften überführt: DIALOGistic für Personal, Lohnabrechnung und Buchhaltung, Scale More für Marketing, Digital Experience Leaders für IT und digitale Transformation, Marketplace Solutions X für Marketplace-Management und E-Commerce sowie Orlop AI für KI-Dienstleistungen und Prozessautomatisierung.

Ziel sei es, den Anteil externer Kunden am Umsatz der Servicegesellschaften innerhalb von zwei Jahren auf über 50% zu erhöhen. Chief Portfolio Manager Sven Schumann verweist auf die Nachfrage von Händlern und Geschäftspartnern nach Marketing-, Software- und KI-Lösungen. Die eigenständigen Markenauftritte sollen die Marktbearbeitung und die gezielte Rekrutierung von Fachkräften erleichtern.

TPG Anleihe von 2024 versus Aktie

TPG Anleihe von 2024 versus Aktie

Mit einer zentralen Wareneinkaufsgesellschaft wolle TPG Einkaufsvolumina bündeln, Lieferantenbeziehungen zentral steuern und bessere Konditionen erzielen. Effizientere Beschaffungsprozesse sollen zudem die Kapitalbindung senken und die Margen verbessern.

Für das verbleibende Geschäftsjahr 2026 seien weitere Akquisitionen geplant. Im Fokus stehen digitales Marketing, Social Commerce, Luxusgüterplattformen sowie digitale Plattform- und Softwarelösungen.

Künftig werden die Möbelaktivitäten in der Möbelfirst GmbH gebündelt. Dies umfasst auch die Plattform Cocoli und die früheren Angebote von 99Rooms. Die Digitec Living Brands GmbH werde nicht fortgeführt und im laufenden Insolvenzverfahren liquidiert.

Zudem habe TPG den Eigenhandel mit Luxusprodukten aufgegeben und die BCR Online-Warenhandels GmbH am 13. Oktober an einen deutschen Erwerber veräußert. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Laut Unternehmen haben beide Vorgänge keine wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder die operative Entwicklung.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwarte TPG weiterhin ein Bruttowarenvolumen (GMV) von 1,7 Mrd. EUR, einen Nettoumsatz von 1,0 Mrd. EUR und ein bereinigtes EBITDA zwischen 70 und 80 Mio. EUR. Die Prognose für 2027 soll voraussichtlich Ende Januar veröffentlicht werden.

The Platform Group (TPG) ist ein europaweit tätiges Softwareunternehmen mit Plattformlösungen in 26 Branchen. Das Partnernetzwerk umfasst mehr als 16.600 Partner. 2025 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 728 Mio. EUR und ein bereinigtes EBITDA von 55 Mio. EUR.

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