Ambivalente US-Wirtschaft stellt Geldpolitik der Fed mittelfristig vor Herausforderungen

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Die Sitzung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche kommentieren die Experten von Insight Investment, Teil von BNY Mellon und einer der größten Fixed Income Manager:

Eine Wirtschaft mit zwei Geschwindigkeiten dürfte die Strategie der Fed im Laufe der Zeit vor Herausforderungen stellen
von Emin Hajiyev, Senior-Ökonom, Global Macro Research bei Insight Investment:

Die letzte Zinserhöhung der Fed dürfte den raschen Ausbau der KI-Infrastruktur, in die weiterhin außergewöhnlich stark investiert wird, kaum verlangsamen. Vielmehr dürfte die straffere Geldpolitik eher die traditionellen Wirtschaftssektoren belasten, die bereits Anzeichen einer Empfindlichkeit gegenüber höheren Kreditkosten zeigen. Infolgedessen könnte die Last der Anpassung überproportional auf die Gesamtwirtschaft fallen, während die stärksten Wachstumsmotoren weiter expandieren. Unserer Ansicht nach dürfte dies Fragen hinsichtlich der zugrunde liegenden Widerstandsfähigkeit des US-Wachstums aufwerfen und deutet darauf hin, dass die Fed möglicherweise weniger Spielraum für weitere Zinserhöhungen hat, als die Märkte derzeit erwarten.

Eine restriktive Fed hält den Dollar im Vorteil
von Francesca Fornasari, Head Currency bei Insight Investment:

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Die Ära einer eindeutigen Schwäche des US-Dollars dürfte noch auf sich warten lassen. Der strukturelle Druck auf den Dollar bleibt bestehen, doch eine restriktive Federal Reserve, höhere Realrenditen und anhaltende globale Unsicherheit sorgen für eine starke zyklische Stütze. Für Anleger war es selten wichtiger, zwischen langfristigen Trends und der kurzfristigen Marktrealität zu unterscheiden.

Kurzfristige Schwankungen beeinflussen nicht langfristige Chancen bei US-Staatsanleihen
von Robert Bayston, Leiter US-Staatsanleihen & kurze Laufzeiten bei Insight Investment:

Unserer Ansicht nach sind die wahrscheinlichsten wirtschaftlichen Entwicklungen bereits weitgehend in den aktuellen Marktpreisen eingepreist. Die wichtigere Frage für Anleger lautet: Was könnte dieses Bild ändern? Zwar könnten höhere Zinsen kurzfristig zu weiterer Volatilität führen, doch gehen wir davon aus, dass sie letztendlich die Konjunktur abkühlen, die Desinflation beschleunigen und den Weg für künftige Zinssenkungen ebnen werden. Dies stützt weiterhin einen konstruktiven längerfristigen Ausblick für die Duration. Der Weg dorthin dürfte jedoch nicht reibungslos verlaufen, da Entwicklungen an den Energiemärkten und geopolitische Risiken im Nahen Osten im Laufe der Zeit zu erheblichen Schwankungen bei den Renditen und der Marktstimmung führen können.

Emin Hajiyev, Francesca Fornari und Robert Bayston (v.l.n.r, Quelle: Insight Investment)

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