
Nordex erhält neue Aufträge über 175 MW aus Frankreich, Portugal und Spanien. 34 Anlagen sollen ab 2027 installiert werden.
Die Nordex Group hat neue Aufträge über insgesamt 175 MW aus Frankreich, Portugal und Spanien erhalten. Die Verträge umfassen die Lieferung und Errichtung von 34 Windenergieanlagen sowie mehrjährige Serviceverträge. Damit sichert sich der Hamburger Windturbinenhersteller zugleich zusätzliches Servicegeschäft für die kommenden Jahre.
Zum Auftragspaket gehören insgesamt fünf verschiedene Turbinentypen. Geordert wurden acht N175/6.X-Anlagen, vier N163/6.X-Turbinen, vier N149/4.X-Anlagen, neun N133/4800-Turbinen sowie neun N131/3600-Turbinen. Die unterschiedliche Auswahl erklärt Nordex mit den jeweiligen Windbedingungen und Genehmigungsverfahren in den drei Märkten.
Die Installation und Inbetriebnahme der Projekte ist für den Zeitraum 2027 bis 2028 vorgesehen. Namen der Kunden oder der einzelnen Windparks nennt Nordex nicht. Auch Angaben zum Auftragswert oder zu erwarteten Margen macht die Mitteilung nicht.
Für Bondholder ist vor allem die zusätzliche Visibilität des künftigen Geschäfts relevant. Die Kombination aus Turbinenlieferungen und mehrjährigen Serviceverträgen sorgt über die reine Installation hinaus für langfristige Geschäftsbeziehungen. Wie stark sich die neuen Aufträge auf Umsatz, Ergebnis oder Cashflow auswirken werden, lässt sich anhand der Mitteilung allerdings nicht beziffern.
Geografisch verteilt sich das neue Volumen auf Frankreich, Portugal und Spanien. Damit gewinnt Nordex Projekte in mehreren europäischen Märkten gleichzeitig und baut seine Präsenz im Onshore-Windgeschäft weiter aus. Die ausgewählten Anlagen decken dabei unterschiedliche Leistungsklassen von 3,6 bis über 6 MW ab.
Nordex hat nach eigenen Angaben seit der Gründung im Jahr 1985 weltweit bereits mehr als 64 GW Windenergieleistung in über 40 Märkten installiert. 2025 erzielte der Konzern einen Umsatz von rund 7,6 Mrd. EUR und beschäftigte mehr als 11.100 Mitarbeiter.
Für den Kapitalmarkt ist der aktuelle Auftragseingang damit vor allem ein Visibilitätsthema: Die 175 MW werden erst ab 2027 umgesetzt und dürften entsprechend erst dann zum Geschäft beitragen. Konkrete Aussagen zur Profitabilität oder zur Finanzierung der Projekte liefert die aktuelle Meldung nicht.
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