
Schalke 04 setzt auf Kontinuität: Der Aufsichtsrat verlängert den Vertrag mit Vorstandschef Matthias Tillmann vorzeitig und einstimmig.
Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. und Matthias Tillmann setzen ihre Zusammenarbeit fort. Der Aufsichtsrat beschloss am Freitag die vorzeitige Verlängerung des Vertrags mit dem Vorstandsvorsitzenden. Tillmann ist seit Januar 2024 im Amt und bildet gemeinsam mit Christina Rühl-Hamers und Frank Baumann den dreiköpfigen Vorstand.
Aufsichtsratschef Axel Hefer begründet die Entscheidung mit Tillmanns Anteil an der Stabilisierung und strategischen Neuausrichtung des Vereins. In seiner ersten Amtsphase standen zunächst akute Probleme und das Tagesgeschäft im Vordergrund. Anschließend rückte die strategische Entwicklung in den Fokus. Daraus entstand ein Maßnahmenplan mit drei zentralen Projekten: dem Erlebnis-Quartier auf dem Berger Feld, der Arena der Zukunft und der digitalen Vereinswelt.
Auch bei Vermarktung und Partnerschaften wurde die Aufstellung überarbeitet. Ein umfassender Markenprozess soll dabei als Leitlinie für die weitere Entwicklung dienen.
Bei einigen Kennzahlen verweist Schalke auf Fortschritte während Tillmanns bisheriger Amtszeit. Der Verein zählt inzwischen fast 230.000 Mitglieder. Die Zahl der Partner stieg auf knapp 70 und hat sich damit nahezu verdoppelt. Die Zahl der Dauerkarten in den Hospitality-Bereichen erhöhte sich um 50%. Zudem wurde die Digitalisierung mit einer zentralen Datenarchitektur, einer neuen Vereins-App mit mehr als 300.000 Downloads und der Weiterentwicklung der Sporttechnologie vorangetrieben.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung einer einheitlichen Schalke-DNA. Der 2024 gestartete Prozess mündete in einer gemeinsamen Spielphilosophie und begleitete den Verein auf dem Weg zur Rückkehr in die Bundesliga 2026.
Auch die Auf Schalke eG begleitete Tillmann als Gründungsvorstand. Rund 7,5 Mio. EUR, die Mitglieder und Unternehmen in die Genossenschaft eingezahlt haben, flossen in den e.V. und leisten laut Verein einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung der Eigenkapitalregel der Bundesliga.
Für die Zukunft sehe Tillmann weiterhin erhebliche Aufgaben. Insbesondere bei der Vermarktung und der Nutzung der Potenziale der VELTINS-Arena gebe es noch Entwicklungsmöglichkeiten. Ziel sei es, wirtschaftliche Voraussetzungen für eine dauerhaft konkurrenzfähige Mannschaft zu schaffen.
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