
Die Straumann Group beschleunigt ihr organisches Wachstum und steigert zugleich die Profitabilität. Besonders digitale Lösungen und Implantologie treiben das Geschäft.
Die Straumann Group hat im zweiten Quartal ihr Wachstum beschleunigt. Der Umsatz stieg um 6% auf 707,0 Mio. CHF, organisch lag das Wachstum bei 8,5%. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz um 2% auf rund 1,4 Mrd. CHF bei einem organischen Wachstum von 8%.
Die Entwicklung zeigte sich über die Regionen hinweg ausgewogen. EMEA und Nordamerika erzielten jeweils mehr als 8% organisches Wachstum. Auch APAC kehrte trotz anhaltender Belastungen durch China auf den Wachstumspfad zurück. Lateinamerika verzeichnete erneut ein zweistelliges organisches Wachstum.
Wichtige Wachstumstreiber waren digitale Lösungen, Premium- und Challenger-Implantologie sowie Kieferorthopädie. Besonders die Nachfrage nach Intraoralscannern, darunter dem SIRIOS X3, entwickelte sich positiv. Gleichzeitig baute die cloudbasierte Plattform Straumann AXS ihre Nutzerbasis weiter aus. Die offene Architektur soll die Grundlage für stärker vernetzte digitale Workflows und damit zusätzliches künftiges Wachstum schaffen.
In der Premium-Implantologie gewann Straumann mit iEXCEL in wichtigen Regionen weitere Marktanteile. Die Marke Neodent wiederum baute ihre geografische Präsenz aus und stärkte damit die Position der Gruppe im Challenger-Segment.
Auch die Profitabilität verbesserte sich. Produktivitätssteigerungen in der Fertigung, eine optimierte Lieferkette und ein diszipliniertes Ressourcenmanagement führten zusammen mit verbesserten Profitabilitätsprofilen in Kieferorthopädie und Intraoralscannern zu einer Kern-EBIT-Marge von 26,9% bei konstanten Wechselkursen 2025. Der Free Cashflow erreichte 168,6 Mio. CHF.
CEO Guillaume Daniellot sieht die Gruppe damit auf Kurs. Die Produktführerschaft, das wachsende digitale Ökosystem und die zunehmende installierte Basis an Intraoralscannern sollen weiteres Wachstum mit vernetzten Workflows, Verbrauchsmaterialien und Implantaten ermöglichen.
Für 2026 bestätigt Straumann den angehobenen Ausblick. Erwartet wird weiterhin ein organisches Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Die Kern-EBIT-Marge soll sich bei konstanten Wechselkursen 2025 um rund 140 bis 170 Basispunkte verbessern. Die Entwicklung soll sich dabei annähernd gleichmäßig auf beide Halbjahre verteilen.
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