
Magirus startet mit Rekord-Auftragsbestand ins Jahr 2026 – Mutares prüft strategische Exit-Optionen bis hin zu einem möglichen Börsengang.
Die Mutares SE & Co. KGaA hat für ihre Beteiligung Magirus die Prüfung strategischer Optionen eingeleitet. Dazu zählt neben einem möglichen Verkauf ausdrücklich auch ein potenzieller Börsengang (IPO). Hintergrund ist die deutlich verbesserte operative Entwicklung des Feuerwehr- und Spezialfahrzeugherstellers.
Magirus erzielte im ersten Quartal 2026 Umsätze von rund 85 Mio. EUR und profitierte von einem Auftragseingang auf Rekordniveau. Der Auftragsbestand liegt inzwischen bei mehr als 880 Mio. EUR und sorgt laut Unternehmen für hohe Visibilität bis weit in das Jahr 2027 hinein.
Operative Transformation zeigt Wirkung
Seit der Übernahme durch Mutares wurden umfangreiche operative Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt. Diese spiegeln sich nach Unternehmensangaben zunehmend in höherer Produktionseffizienz und verbesserten operativen Kennzahlen wider. Gleichzeitig setzt Magirus auf ein vergleichsweise kapitalarmes Asset-Light-Geschäftsmodell, das weiteres Wachstum mit begrenztem Investitionsbedarf ermöglichen soll.
Bereits 2025 konnte Magirus den Umsatz auf rund 336 Mio. EUR steigern, nachdem im Vorjahr etwa 276 Mio. EUR erzielt worden waren. Gleichzeitig verbesserte sich das bereinigte EBIT deutlich von -40 Mio. EUR auf -12 Mio. EUR.
Defense-Geschäft als zusätzlicher Wachstumstreiber
Zusätzliche Wachstumsimpulse erwartet das Unternehmen aus dem Ausbau des Verteidigungsgeschäfts. Mit der Übernahme von Achleitner Fahrzeugbau und dem Aufbau von Magirus Defense Systems erweitert Magirus sein Portfolio gezielt um militärische Spezialfahrzeuge und Sicherheitslösungen.
Damit positioniert sich die Gesellschaft in einem Marktsegment, das europaweit von steigenden Verteidigungs- und Infrastrukturinvestitionen profitiert. Erste Großaufträge für die Survivor-Fahrzeugplattform sollen diese Strategie bereits untermauern.
Für Kapitalmarktteilnehmer ist insbesondere relevant, dass Mutares mit einem möglichen IPO zusätzliche Wertpotenziale heben könnte. Gleichzeitig würde ein Börsengang die Kapitalbasis von Magirus stärken und weiteres organisches sowie akquisitorisches Wachstum unterstützen. Eine finale Entscheidung über die strategischen Optionen wurde laut Unternehmen bislang jedoch nicht getroffen.
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