Renditeanstieg bei Staatsanleihen torpediert Lockerungsabsichten der Notenbanken

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Die Renditen 30-jähriger Staatsanleihen in Japan, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA sind auf historische Höchststände gestiegen. Hintergrund sind Sorgen über zunehmenden Inflationsdruck, der teilweise auf die Sperrung der Straße von Hormus zurückzuführen ist. Der aktuelle aktuellen Marktkommentar von Stephanie Chan, CFA, Portfoliomanagerin bei Insight Investment:

Die Märkte befürchten, dass ein Inflationsanstieg die zu Jahresbeginn weithin erwarteten Lockerungszyklen der Zentralbanken weltweit vollständig durchkreuzen könnte. Stattdessen haben die Märkte inzwischen Leitzinserhöhungen der EZB und der Bank of England bis Ende 2026 eingepreist.

Quelle: Insight Investment, Bloomberg, Stand: 19. Mai 2026

Ein weiterer anhaltender Sorgenpunkt, der zum Abverkauf an den Anleihemärkten beitragen dürfte, ist, dass die staatlichen Bilanzen bereits ausgeweitet wurden und die Staatsverschuldung stark angeschwollen ist. Die Märkte sorgen sich um die Schuldentragfähigkeit und darum, dass Regierungen nur über begrenzten fiskalischen Handlungsspielraum verfügen, um dem zunehmenden Preisdruck auf die Verbraucher entgegenzuwirken.

Stephanie Chan, Insight Investment

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