
Die The Platform Group AG (ISIN: DE000 A2QEFA 1) tüftelt an neuer Übernahme im Pharma-Plattformbereich und prüft hierfür sogleich eine Anleiheaufstockung: Danach befindet sich der Software-Spezialist für Plattformlösungen derzeit in vertieften Gespräche zur Übernahme von drei Gesellschaften, welche Plattformen im Pharmabereich betreiben.
Seit dem Jahr 2021 ist The Platform Group AG durch die Beteiligung ApoNow bereits im Pharmabereich aktiv und plant, diesen Bereich künftig deutlich auszubauen. Entsprechende Absichtserklärungen wurden im August 2025 unterzeichnet.
Die zu erwerbenden Gesellschaften haben ihren Sitz in Deutschland, Österreich sowie Tschechien. Ein Abschluss entsprechender Kaufverträge werde im September 2025 angestrebt.
Im Falle eines Abschlusses würde sich die Umsatz- und Ertragslage der TPG signifikant verändern: Die Übernahme der drei Gesellschaften würde – nach einem Closing – zu einem erwarteten zusätzlichen jährlichen Umsatzvolumen im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag führen, dies bei einer EBITDA-Marge von 4–6%.
Der Kaufpreis werde indes im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen.
Zur Umsetzung und Finanzierung der Transaktion werde TPG eine mögliche Aufstockung der bestehenden 8,875%-Unternehmensanleihe 2024/28 (ISIN: NO0013256834) über aktuell 50 Mio. EUR prüfen.
Unterdessen bestätigte TPG mit seinen Halbjahreszahlen eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung nach zwei Quartalen anno 2025. Bei einem Bruttowarenvolumen (GMV) von 652,1 Mio. EUR (H1-2024: 442,5 Mio. EUR) erzielte die Gruppe ein Umsatzplus von über 60% auf 343,0 Mio. EUR (H1 2024: 213,5 Mio. EUR).
Grundlage für das Wachstum bildete zum einen das Wachstum der angebundenen Partner auf 15.781, zum anderen der erfolgreiche Ausbau der Plattform- und Softwarelösungen auf 27 Branchen. Im ersten Halbjahr 2025 wurden sieben Akquisitionen vorgenommen. Analog erhöhte sich die Anzahl der aktiven Kunden (LTM) gegenüber dem Vorjahr auf über 6,2 Mio. (H1-2024 LTM: 4,8 Mio.), dies bei einer Bestellzahl von 5,3 Mio. (3,8 Mio.).
Das bereinigte EBITDA stieg im Berichtshalbjahr um 89,6% auf 33,3 Mio. EUR, das berichtete EBITDA erreichte 43,7 Mio. EUR (H1-2024: 30,0 Mio. EUR).
Das Konzernergebnis betrug 33,3 Mio. EUR (18,8 Mio. EUR), was einem Ergebnis je Aktie von 1,55 EUR (H1-2024: 1,09 EUR je Aktie) entspricht. Erträge oder Verluste aus nicht-fortgeführten Geschäftsbereichen gab es im ersten Halbjahr 2025 nicht.
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