
Vossloh hat in Norwegen einen neuen Rahmenvertrag für Betonschwellen an Land gezogen. Der Deal läuft langfristig, das Startvolumen ist konkret beziffert, und die Vergabe wurde auch über Umweltkriterien mitentschieden.
Vertragspartner auf norwegischer Seite ist der Bahninfrastrukturbetreiber Bane NOR. Auf Lieferantenseite steht Sateba Norway, ein Tochterunternehmen von Vossloh. Geliefert werden sollen in den kommenden Jahren Betonschwellen, mit einem klaren Signal in Richtung CO2-ärmere Produktion.
Auftragswert
Der Rahmenvertrag ist auf bis zu acht Jahre angelegt und umfasst die Lieferung von bis zu drei Millionen Betonschwellen. Für die vereinbarten ersten beiden Jahre wird der Auftragswert mit rund 50 Mio. EUR angegeben. Eine Bewertung für die gesamte Laufzeit wurde nicht veröffentlicht; Details dazu wurden nicht genannt.
Neben Qualität und Preis hätten Umweltaspekte eine wichtige Rolle bei der Vergabe gespielt. Agnete Johnsgaard-Lewis, Geschäftsführerin von Bane NOR, ordnet den Abschluss entsprechend ein: „Das ist ein großer und wichtiger Vertrag für Bane NOR„, sagt Agnete Johnsgaard-Lewis, Geschäftsführerin von Bane NOR. „Betonschwellen sind nicht nur ein unverzichtbares Produkt für uns, sondern wir freuen uns auch besonders, dass Sateba die Treibhausgasemissionen in der Produktion senken kann.“
Vossloh setzt beim CO2-Hebel auf Zement mit Abscheidung und produziert in Hønefoss
Vossloh verweist auf den Einsatz von Zement, der mit CO2-Abscheidung hergestellt wird. Damit sollen die Emissionen in der Produktion um mehr als 40% gegenüber den bisher verwendeten Schwellen sinken. Als Materialpartner wird Heidelberg Materials genannt. Produziert werden die Schwellen im Sateba-Werk im norwegischen Hønefoss.
Kapitalmarktnah ist der Timing-Aspekt: Vossloh hat Sateba als europäischen Betonschwellenhersteller zum 1. Oktober 2025 übernommen. Der Norwegen-Vertrag wirkt damit wie ein früher operativer Proof, dass die Integration Vertrieb und Ausschreibungslogik kurzfristig stützen kann.
Formal steht zunächst die Umsetzung der Lieferungen der ersten zwei Jahre im Vordergrund. Weitere Schritte ergeben sich aus Abrufen innerhalb des Rahmens und der Entwicklung des Projekts über die Laufzeit.
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