Restrukturierung belastet Ergebnis bei BOOSTER, operatives Geschäft immerhin stabil

BOOSTER Precision Components hält Umsatz im 1sten Halbjahr stabil. Einmalige Restrukturierungskosten drücken EBITDA und Prognose.

Die BOOSTER Precision Components Holding GmbH hat ihr ungeprüftes Konzernergebnis für das 1ste Halbjahr vorgelegt. Das operative Geschäft entwickelte sich trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds in der Automobilbranche weitgehend stabil. Einmalige Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der laufenden Neuordnung der Finanzierung belasteten allerdings das ausgewiesene Ergebnis.

Mit 83,3 Mio. EUR lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 nur leicht über dem Vorjahreswert. Das ausgewiesene EBITDA sank dagegen um mehr als ein Viertel auf 6,3 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge verringerte sich entsprechend von 10,4 auf 7,7%. Hauptgrund waren einmalige Aufwendungen für Beratungsleistungen, die überwiegend im Zusammenhang mit der laufenden Umstrukturierung der Finanzierung stehen.

Das EBIT belief sich auf 2,4 Mio. EUR und damit rund ein Drittel niedriger. Der Konzernfehlbetrag erhöhte sich von 0,9 auf 1,5 Mio. EUR.

Die liquiden Mittel gingen um ca. ein Sechstel auf 5,4 Mio. EUR zurück. Ursächlich waren insbesondere planmäßige Anleiherückzahlungen und damit verbundene Zinszahlungen im ersten Quartal. Die Eigenkapitalquote blieb bei 7,4%.

BOOSTER PCH 2022/26

BOOSTER PCH 2022/26

Auch auf Ebene der Geschäftsführung gab es eine Veränderung: Loïc Hangran wurde mit Wirkung zum 15. Juni zum Geschäftsführer Finanzen (CFO) der BOOSTER-Gruppe bestellt. Hangran verfüge über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Finanzbereich der Industrie, darunter Führungspositionen im Finanzmanagement von Automobilzulieferern.

Bereits am 27. August hatte BOOSTER per Ad-hoc-Mitteilung seine Ergebnisprognose für 2026 angepasst. Erwartet werde nun ein ausgewiesenes EBITDA zwischen 13,5 und 14,5 Mio. EUR, nachdem zuvor ein Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahreswert von 16,3 Mio. EUR in Aussicht gestellt worden war. Die Umsatzprognose 2026 werde ebenfalls bestätigt. Demnach soll der Umsatz im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahreswert von 161,7 Mio. EUR wachsen.

Zusätzliche Perspektiven sehe BOOSTER in der Diversifizierung des Geschäfts. Neben E-Mobilität und Brennstoffzellentechnologie gewännen insbesondere industrielle Turboladeranwendungen an Bedeutung. Auch Robotik und stationäre Wasserstoffanwendungen sollen zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten eröffnen. Das Unternehmen setzt dabei unter anderem auf weitere Automatisierungsprojekte und KI-gesteuerte Prozessintegration.

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