
HÖRMANN Industries bleibt im ersten Halbjahr beim Umsatz stabil, muss aber bei EBITDA und EBIT Abstriche hinnehmen. Die Prognose für das Gesamtjahr steht.
Die HÖRMANN Industries hat im ersten Halbjahr trotz des weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds einen weitgehend stabilen Geschäftsverlauf verzeichnet. Der Umsatz lag mit 336,7 Mio. EUR leicht über dem Vorjahreswert von 335,2 Mio. EUR. Das operative Ergebnis entwickelte sich dagegen rückläufig.
Das EBITDA verringerte sich auf 15,4 Mio. EUR und damit um 17%, während das EBIT auf 8,5 Mio. EUR bzw. fast ein Drittel zurückging. Belastet wurde das Ergebnis insbesondere durch den höheren Materialaufwand infolge eines veränderten Produkt- und Leistungsmix sowie den hohen Bestand an begonnenen Projektaufträgen.
Der Materialaufwand erhöhte sich um 8% auf 190,4 Mio. EUR. Gleichzeitig stiegen die Bestandsveränderungen gleich um rund drei Viertel auf 21,1 Mio. EUR.
Der Auftragsbestand erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2025 um 2% auf 591,7 Mio. EUR. Das sogenannte Book-to-bill-ratio lag damit bei rund 1,1 und signalisiert weiterhin einen stabilen Auftragsbestand.
Die Eigenkapitalausstattung blieb mit 147,5 Mio. EUR zum 30. Juni nahezu unverändert. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote allerdings leicht von 36,5 zum Jahresende 2025 auf 35,2%. Ursächlich für die höhere Bilanzsumme waren insbesondere die Vorräte, die sich um 27,7 Mio. EUR erhöhten. Hintergrund sei vor allem der hohe Bestand an angearbeiteten Projektaufträgen.
Der Nettofinanzmittelbestand lag zur Jahresmitte bei 53,1 Mio. EUR und damit unter dem Wert zum Jahresende 2025 von 82,3 Mio. EUR sowie auch dem Vorjahreswert von 61,0 Mio. EUR. HÖRMANN verweist hierbei auf den stichtagsbedingten Effekt sowie die Auszahlungen in das Vorratsvermögen.
CFO Johann Schmid-Davis sehe die Gruppe dennoch weiterhin auf einer soliden finanziellen Grundlage. Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit müsse man sich wohl zunächst daran gewöhnen, dass diese zum ‚neuen Normalzustand‘ werde. Mit 53,1 Mio. EUR Nettofinanzmitteln und einer komfortablen Finanzierungsstruktur sei HÖRMANN jedoch weiterhin solide aufgestellt.
An der bisherigen Jahresprognose hält HÖRMANN Industries fest. Für 2026 erwartet die Geschäftsführung weiterhin einen Umsatz zwischen 700 und 760 Mio. EUR sowie ein positives EBIT von rund 30 Mio. EUR.
Die weitere Entwicklung hängt nach Unternehmensangaben allerdings maßgeblich von der geopolitischen Entwicklung und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ab.
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