Photovoltaik lässt nach Atom- und Windenergie 2023 auch Wasserkraft hinter sich

2031 dürfte Photovoltaik die Kapazität aller anderen Energieträger zusammen übersteigen – nur Erdgas und Kohle fehlen noch. Von Markus W. Voigt*

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland bleibt teilweise zwar hinter den gesteckten Zielen zurück. Doch der Aufwärtstrend ist beeindruckend. Im abgelaufenen April wurden reihenweise neue Produktionsrekorde aufgestellt. Rekorde sind aber auch nötig, denn der Klimawandel wartet nicht und die Nachfrage nach Strom wird ebenfalls rasant wachsen.

Der vergangene April war für die Erneuerbaren in Deutschland ein Monat der Rekorde: Laut Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme wurde noch nie so viel Solarstrom in einem April produziert, noch nie so viel Onshore- und Offshore-Windenergie. Die öffentliche Nettostromerzeugung aus Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie, Lauf- und Speicherwasser sowie erneuerbarem Müll erreichte knapp 23.800 GWh das waren knapp 54% mehr als im April 2023. Kohlestrom dagegen verzeichnete einen Rückgang um 38%. 

Auch weltweit läuft der Boom: Nach Berechnungen der Australian National University machten im vergangenen Jahr Wind- und Solarenergie 80% der zusätzlichen Produktionskapazitäten aus. Gemessen an der weltweiten Kapazität habe die Photovoltaik bereits 2017 die Atomenergie überholt, 2022 die Windenergie und 2023 die Wasserkraft. Die laufenden Wachstumsraten von jährlich 20% bedeuteten, dass Erdgas dieses Jahr und Kohle nächstes Jahr eingeholt werden. 2031 dann dürfte die Solarstrom-Kapazität die aller anderen Energieträger zusammen übersteigen.

Photovoltaik

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Die deutschen Solaranlagen im aream-Portfolio lieferten im vergangenen April eine stabile Performance bei leicht unterdurchschnittlichen Sonnenstunden (Zielerreichung 90%). Die Anlagen in Spanien erreichten zwar eine Zielerreichung von 101%, angesichts der überdurchschnittlichen Sonnenstunden war die Produktion allerdings überraschend schlecht. Wir haben den Analyseprozess gestartet. In Italien erlitten die Anlagen im aream-Portfolio Ertragsverluste durch Schäden (Wetter und Einbruch/Diebstahl). Die Erträge waren daher gering bei durchschnittlichen Sonnenstunden (Zielerreichung 84%).

Die aream-Windenergieanlagen in Deutschland konnten durch guten Wind die Verluste aus dem März teilweise ausgleichen (Zielerreichung im April 110%). Allerdings wäre ohne die Verluste durch einen Getriebeschaden (circa 400 MWh) und ohne Abschaltungen aufgrund behördlicher Auflagen (circa 350 MWh) ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen.

Markus W. Voigt, aream Group

*) Markus W. Voigt ist CEO der aream Group, www.aream.deein Investment- und Asset-Manager für institutionelle Investoren und Industriekunden mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur im Sektor Erneuerbare Energien. Mit den drei Bereichen Fund- und Asset-Management, Projektentwicklung und Operation Management deckt aream die gesamte Wertschöpfungskette für Erneuerbare-Energien-Investments ab.

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