paragon erläutert 9M-Zahlen und Prognose – und bleibt kryptisch hinsichtlich 2027 fälliger Anleihe

Weiterer Meilenstein für die paragon AG - Großauftrag von Geely Auto Group für neuen Partikelsensor DUSTDETECT(R)

Die paragon GmbH & Co. KGaA hat vorläufige Neun-Monatszahlen veröffentlicht und den Ausblick für das Geschäftsjahr 2025 präzisiert.

Trotz der Umsatzabgabe des Starterbatteriengeschäfts und reduzierten Kundenabrufen konnte durch Effizienzsteigerungen und strikte Kostendisziplin die EBITDA-Marge auf 15,0% und die EBIT-Marge auf 5,7% gesteigert werden.

Entgegen allen Negativnachrichten aus der Branche bestätigt der Delbrücker Autozulieferer die zuletzt am 19. August anlässlich der Halbjahresergebnisse veröffentlichte Umsatz-Jahresprognose von 115 bis 120 Mio. EUR für sein automobiles Stammgeschäft und hebt den EBITDA-Forecast für 2025 von ca. 18 auf ca. 19 Mio. EUR leicht an.

Wie bereits berichtet, ist dagegen die Anlaufphase des neuen Zusatzgeschäfts mit Consumer Produkten wegen der Verzögerungen bei der Freischaltung von Vertriebskanälen deutlich länger als ursprünglich erwartet. Zuletzt erschwerten Unwetter in China auch noch die bereits aufgebaute Lieferkette. Das Unternehmen hat daraufhin seine Pläne geändert und rechnet mit einem nachhaltigen Hochlauf dieses Geschäftssegments erst im kommenden Jahr.

Wie erwartet, macht sich im zweiten Halbjahr ein gewisser Aufholeffekt im Automobilsektor bemerkbar.  Die Umsätze mit dem paragon-Hauptkunden Porsche zeigen eine aufsteigende Tendenz. Dies liegt vor allem an Produkten wie adaptiven Spoilern und hochwertigen Instrumenten. Aber auch die Umsätze mit chinesischen Kunden steigen ggü. dem ersten Halbjahr an. In Verbindung mit den erfolgreichen Verbesserungsmaßnahmen in Bezug auf Prozesse und Beschaffung sehe sich paragon für die Zukunft sehr gut aufgestellt.

Der Umsatz im 3. Quartal ging nach vorläufigen Zahlen um 9% ggü. dem Vorjahr zurück; das spiegelt das gesunkene Abrufniveau der OEM-Kunden wider. Der Neun-Monatsvergleich mit dem Vorjahreszeitraum zeigt einen Umsatzrückgang um 22%; hier ist zusätzlich der Effekt der Umsatzabgabe des profitablen Starterbatteriengeschäfts zu berücksichtigen.

Die Steigerung des EBITDAs zeigt den Erfolg der Effizienzsteigerungsprogramme und des eisernen Kostenmanagements. Mit diesen 21,5% weniger Umsatz im Vergleich zu den ersten neun Monaten in 2024 hat paragon nach vorläufigen Zahlen nominal fast den gleichen EBITDA-Betrag wie im Vorjahreszeitraum erwirtschaftet [Umsatz wird erzielt, erwirtschaftet wird Ertrag], wodurch sich die EBITDA-Quote von 12,1% auf 15,0% deutlich verbesserte.

Das EBIT konnte von 3,9 Mio. EUR im Berichtszeitraum des Vorjahres auf fast 4,8 Mio. € EUR gesteigert werden, was einer EBIT-Marge von 5,7% (Vj. 3,7%) entspricht.  Endgültige Zahlen legt das Unternehmen am 12. November 2025 vor.

paragon 2017/27

paragon 2017/27

Unsicherheiten verbleiben hinsichtlich möglicher Stillstände bei den Autoherstellern aufgrund von Teilmangel anderer Zulieferer.

Das Unternehmen prüft aktuell verschiedene Optionen bzgl. der Refinanzierung bzw. des Umgangs mit der Mitte 2027 fälligen EUR-Anleihe. „Angesichts der gegenwärtigen Unsicherheiten in der Welt wollen unsere Stakeholder das Thema der Anleihefälligkeit so frühzeitig wie möglich geklärt wissen“, so Klaus Dieter Frers, Gründer und Vorsitzender der Geschäftsführung des persönlich haftenden Gesellschafters der paragon GmbH & Co. KGaA. Frers weiter: „Wir wollen unsere Resilienz weiter erhöhen, um auch zukünftig externe Krisen so wie bisher gut meistern zu können.“

Die Anleihe von 2017 wurde bereits einmal restrukturiert und bis 2027 Laufzeit-verlängert.

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