
Die Adler Group hat im ersten Halbjahr trotz eines weiter verkleinerten Portfolios eine solide operative Entwicklung verzeichnet. Gleichzeitig wurden weitere Mittel zur Schuldenreduzierung eingesetzt.
Das flächenbereinigte Mietwachstum der verbliebenen Einheiten lag bei 3,0%. Gleichzeitig sank die operative Leerstandsquote auf lediglich 0,9%. Die durchschnittliche Wohnungsmiete stieg binnen Jahresfrist von 8,45 auf 8,68 EUR je qm und Monat.
Zum 30. Juni umfasste das Mietportfolio 17.465 Einheiten, davon 17.416 im Raum Berlin. Der Wert des Mietportfolios belief sich auf 3,5 Mrd. EUR.
Im bisherigen Jahresverlauf erzielte Adler Nettoerlöse aus Verkäufen von 201 Mio. EUR. Die Mittel wurden zur weiteren Reduzierung der Verschuldung eingesetzt, insbesondere für Teilrückzahlungen der 1L New Money Facility.
Die Nettomieteinnahmen gingen infolge der Portfolioveräußerungen von 68 auf 63 Mio. EUR zurück. Für das Gesamtjahr bestätigt Adler die Prognose von 124 bis 129 Mio. EUR Nettomieteinnahmen.
Das bereinigte EBITDA aus Vermietungsaktivitäten lag mit 37 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis aus operativer Tätigkeit verbesserte sich dagegen deutlich auf -6 Mio. EUR nach -215 Mio. EUR im Vorjahr. Dazu trugen insbesondere geringere Abschreibungen sowie die Anpassung der Organisationsstruktur an das kleinere Portfolio bei.
Unter dem Strich blieb das Nettoergebnis mit -160 Mio. EUR negativ, verbesserte sich aber ebenfalls deutlich gegenüber -381 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2025. Maßgeblich belasteten weiterhin die Zinsaufwendungen.
Bei der Kapitalstruktur sieht Adler eine solide Basis: 97% der Finanzschulden werden erst 2028 oder später fällig, bis Ende 2028 stehen damit keine Fälligkeiten von Kapitalmarktverbindlichkeiten an. Der Loan-to-Value (LTV) lag zum Halbjahresende bei 79,2%.
Die liquiden Mittel beliefen sich auf 155 Mio. EUR. Operativ konzentriert sich Adler neben der weiteren Stärkung der Kapitalstruktur auf die Optimierung des verbliebenen Immobilienbestands. Dazu gehören eine verbesserte Kommunikation mit Mietern, die Digitalisierung des Immobilienmanagements, schnellere Reparaturprozesse sowie Investitionen in eine klimafreundlichere Wärmeversorgung.
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