
Hertha BSC meldet erstmals wieder Gewinn zur Halbserie – Sparkurs wirkt, Schulden sinken und die Konsolidierung schreitet voran.
Der eingeschlagene Sanierungskurs bei Hertha BSC zeigt nach Unternehmensangaben weiter Wirkung. Zum 31. Dezember habe der Club erstmals seit längerer Zeit wieder einen kleinen Netto-Gewinn für die Hinrunde erzielt. Damit bestätigten die Halbjahreszahlen den eingeschlagenen Weg der wirtschaftlichen Konsolidierung.
Operativ erzielte Hertha BSC ein EBITDA von 4,1 Mio. EUR. Nach Abschreibungen von 1,3 Mio. EUR, einem Zinsergebnis von 2,4 Mio. EUR sowie sonstigen Steuern von 1,5 TEUR verblieb ein positives Halbjahresergebnis von 385 TEUR. Die Zahlen gelten als wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zurück zu stabilen finanziellen Strukturen.
Im Dezember kaufte der Hauptstadtclub zudem einen Teil seines Nordic Bonds in Höhe von 21,2 Mio. EUR zurück. Die verbleibenden zinstragenden Verbindlichkeiten beliefen sich damit auf 18,8 Mio. EUR aus der Anleihe sowie weitere 17,4 Mio. EUR gegenüber Fremdkapitalgebern. Dem stünden Forderungen und sonstige Vermögenswerte von 16,4 Mio. EUR gegenüber. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag liege weiterhin bei 38,0 Mio. EUR.
Der vor drei Jahren gestartete Sparkurs werde konsequent fortgesetzt. Laut Verein konnten die Gesamtkosten erneut gesenkt werden, während Maßnahmen zur nachhaltigen Aufwandsreduktion zunehmend griffen. Parallel verweist Hertha auf stille Reserven: Spielerwerte seien bilanziell mit lediglich 1,6 Mio. EUR angesetzt, während der geschätzte Kaderwert deutlich darüber liege.
Geschäftsführer Ralf Huschen erklärte, das positive Halbjahresergebnis markiere einen wichtigen Zwischenschritt der wirtschaftlichen Gesundung. Der eingeschlagene Kurs zeige Wirkung, zugleich liege noch ein weiter Weg vor dem Club. Entscheidend sei nun, die Entwicklung nachhaltig zu stabilisieren und diszipliniert fortzuführen.
Auch Geschäftsführer Peter Görlich betonte, ein Gewinn sei weniger Ziel als vielmehr Indikator funktionierender Strukturen. Gerade unter den Bedingungen der 2ten Bundesliga sei wirtschaftliche Stabilität kein Selbstläufer, sondern Ergebnis konsequenter strategischer Entscheidungen. Der eingeschlagene Weg solle daher mit Augenmaß weitergeführt werden.
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