GANÉ hält Anleihen weiter kurz und Risiken klein

So sieht GPT das Thema

Kapitalmarktstratege Marcus Hüttinger von GANÉ sieht weiter erhebliche Risiken an den Bondmärkten – und bleibt bei kurzen Laufzeiten.

Die GANÉ bleibt am globalen Anleihemarkt vorsichtig. Trotz zwischenzeitlicher Maßnahmen der US-Regierung hätten sich die Unsicherheitsfaktoren zuletzt weiter verschärft. Im Fokus stehen fünf Risiken: die ausufernde US-Staatsverschuldung, Verkaufsdruck aus Japan, der Liquiditätsentzug durch die KI-Finanzierung, zu enge Credit Spreads sowie eine geringere Transparenz der FED.

Die US-Staatsverschuldung hat inzwischen 40 Bio. USD* überschritten. Gleichzeitig steigen die Renditen langfristiger US-Treasuries: Die 10-jährige Benchmark-Rendite kletterte über 4,7%, bei 20- und 30-jährigen Papieren wurden zeitweise mehr als 5,3% erreicht. Auch die Rendite 30-jähriger Bundesanleihen liegt inzwischen deutlich über 3,7%.

GANÉ sehe zudem Risiken durch die ebenfalls hohe japanische Staatsverschuldung, den schwachen Yen und mögliche Verkäufe von US-Treasuries. Gleichzeitig bindet die Finanzierung des KI-Booms erhebliche Liquidität am Anleihemarkt: Laut Goldman Sachs entfielen 2026 bereits mehr als 400 Mrd. USD an IG-Emissionen auf das erweiterte KI-Ökosystem.

Hinzu kommen aus Sicht von Huttinger zu enge Credit Spreads, die insbesondere die steigenden Ausfallrisiken energieintensiver europäischer Unternehmen nicht angemessen widerspiegelten. Die veränderte Kommunikationspolitik der FED erhöhe zudem die Unsicherheit und damit die Zinsmarktvolatilität.

Marcus Hüttinger und GANÉ setzen daher weiterhin auf verlässliche Kupon-Zahlungen, kurze Laufzeiten und minimales Zinsänderungsrisiko.

Marcus Hüttinger, GANÉ

Marcus Hüttinger, GANÉ

*) also 40.000 Mrd. USD

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