
Formycon hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz nahezu verdreifacht und das operative Ergebnis deutlich verbessert.
Der Biosimilar-Entwickler bestätigt seine Jahresprognose und meldet wichtige Fortschritte bei Entwicklung, Zulassung und Vermarktung seines Produktportfolios.
Planegg-Martinsried – Die Formycon AG hat im ersten Halbjahr 2026 wesentliche operative Meilensteine erreicht und ihre Finanzkennzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich verbessert. Der Umsatz stieg auf 25,8 Mio. EUR nach 9,0 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBITDA verbesserte sich auf minus 3,4 Mio. EUR nach minus 17,9 Mio. EUR. Die im April veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr 2026 wurde bestätigt.
Besonders wichtig war der erfolgreiche Abschluss der klinischen Entwicklung des Pembrolizumab-Biosimilar-Kandidaten FYB206. Nach Erreichen des primären Studienziels arbeitet Formycon nun an den Zulassungsunterlagen. Gleichzeitig wurde die Vermarktungsstrategie mit einer Lizenzvereinbarung für weite Teile der Asien-Pazifik-Region erweitert. Nach Nordamerika verfügt das Projekt damit über einen weiteren bedeutenden Vertriebspartner.
Mit FYB203 brachte Formycon im Mai sein drittes selbst entwickeltes Biosimilar auf den europäischen Markt. Die Einführung erfolgt schrittweise gemeinsam mit mehreren Vertriebspartnern. Nennenswerte Vermarktungserlöse werden allerdings erst im weiteren Jahresverlauf erwartet.
Auch beim Stelara-Biosimilar FYB202 wurden Fortschritte erzielt. Die Zulassung eines Autoinjektors stärkt die Marktposition, zudem wurde eine Liefervereinbarung für mehrere Länder Lateinamerikas abgeschlossen.
Beim Ranibizumab-Biosimilar FYB201 lag der Schwerpunkt auf dem Wiederanlauf der Vermarktung in den USA.
Wesentlicher Umsatztreiber war im ersten Halbjahr FYB206, das 11,3 Mio. EUR zu den Erlösen beitrug. FYB202 steigerte seine Umsätze auf 8,3 Mio. EUR nach 2,6 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. FYB203 steuerte 4,4 Mio. EUR bei, während FYB201 auf 1,7 Mio. EUR kam.
Das operative Ergebnis profitierte neben den höheren Erlösen von geringeren Forschungs- und Entwicklungskosten sowie aktivierten Entwicklungskosten. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich auf minus 6,9 Mio. EUR nach minus 19,2 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.
Für 2026 rechnet Formycon unverändert mit Umsätzen zwischen 60 und 70 Mio. EUR. Das EBITDA soll zwischen 0 und 10 Mio. EUR liegen, das bereinigte EBITDA zwischen 5 und 15 Mio. EUR. Wesentliche Umsatzbeiträge werden im zweiten Halbjahr insbesondere aus Meilensteinzahlungen für FYB206 sowie Lizenz- und Royalty-Erlösen erwartet.
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