
Eine aktuelle Studie verdeutlicht, dass die Erschwinglichkeit von Immobilien in Deutschland weiterhin eine Herausforderung darstellt.
Laut einem aktuellen Bericht von BestBrokers sind Immobilien in Deutschland trotz Anzeichen einer Stabilisierung der Preise im Jahr 2024 weiterhin teurer als in einigen der teuersten Länder wie Dänemark und Schweden, wenn das Einkommen berücksichtigt wird.
Die Untersuchung verglich die Immobilienpreise und Durchschnittslöhne in 62 Ländern. In Deutschland kostet ein typisches 100-Quadratmeter-Haus im Durchschnitt 517.676 EUR, basierend auf einem durchschnittlichen Preis von 5.176,76 EUR pro Quadratmeter. Mit einem prognostizierten Inflationswert von 2,1% sinkt das durchschnittliche Nettogehalt von 2.854 EUR auf 2.794 EUR.

Erschwinglichkeit enes Heims, weltweit – als Faktor der realen Monatseinkommen. Quelle: BestBrokers
Um ein solches Haus zu kaufen, müssten deutsche Käufer im Durchschnitt 185 Monatsgehälter sparen, was einer Ersparniszeit von 15 Jahren und fünf Monaten entspricht. Damit liegt Deutschland weltweit auf Platz 20 und in Europa auf Platz 13, wenn es um das Verhältnis von Immobilienpreisen zu Gehältern geht. Italien belegt mit 184 Monatsgehältern Platz 19, während Finnland mit 186 Monatsgehältern auf Platz 21 liegt.
Die Untersuchung zeigt, dass Deutschland das fünfthöchste Preisniveau für Wohnimmobilien in Europa aufweist, hinter der Schweiz, Luxemburg, Österreich und dem Vereinigten Königreich. Beim durchschnittlichen Nettogehalt rangiert Deutschland europaweit auf Platz 9. Dänemark ist das erschwinglichste Land in Europa für Immobilienkäufer, wo ein 100-Quadratmeter-Haus etwa 114 Monatsgehälter kostet, gefolgt von Irland mit 123 und Schweden mit 129 Monatsgehältern.
Global gesehen ist Südafrika das erschwinglichste Land, in dem Käufer nur 71 Monatsgehälter für ein Haus sparen müssen. Am anderen Ende der Skala liegt Nepal, wo 684 Monatsgehälter für den Kauf einer gleich großen Immobilie erforderlich sind.
Auch die realen Hypothekenzinsen wurden in der Studie untersucht. Schweden hat mit -1,21% den niedrigsten realen Zinssatz in Europa, während der Wert in Deutschland bei 1,85% liegt. Der nominale Zinssatz für Immobilienkredite beträgt hierzulande 3,95%.
Die Studie verdeutlicht, dass die Erschwinglichkeit von Immobilien in Deutschland weiterhin eine Herausforderung darstellt, insbesondere im Vergleich zu anderen europäischen Ländern.
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