
Russland hat seine Drohgebärden gegenüber der Krim – noch Ukraine – ausgeweitet. Die Landwirtschafts-nahen Emittenten mit Russland-Bezug erleben zum Wochenauftakt die Fortsetzung ihres Kursdebakels vom Freitag.
Nach einer Kurserholung infolge ordentlicher Geschäftszahlen am Freitag gibt es heute im frühen Handel beim Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen, Ekotechnika, kaum ein Halten: -10 PP auf unter 70%.
Beide Ekosem-Anleihen brechen – nach einer Erholung am Freitagnachmittag – erneut massiv ein, zur Stunde rund 10-15 PP auf ca. 80%.
KTG Agrar hat über seine Sojuz-Beteiligung (seit Herbst 2013) ebenfalls eine Exponierung in der gegenwärtigen Krisenregion („Schwarzerde-Region“), wenn auch in kleinerem Stil. Beide Anleihen verlieren zur Stunde ca. 3-5%. Freitagmittag lag der eine KTG-Bond gar mit 16 PP im Minus, erholte sich aber am Nachmittag wieder.
Ekosem wie auch Ekotechnika haben mit Währungsverlusten zu kämpfen: Der russische Rubel erreichte gerade ein neues Tief gegenüber ausländischen Währungen, die Zentralbank musste einschreiten und erhöhte den Leitzins.
Die bekanntesten russischen Aktien wie Gazprom und Lukoil verlieren derzeit Milliarden an der Börse: bei beiden geht es um rund 10% nach unten – den tiefsten Stand seit rund 5 Jahren (Gazprom). Der russische Börsenindex verliert ebenfalls massiv.
Für alle drei Titel ist die aktuelle Situation besonders bitter, denn aufgrund des Non-Winters dieses Jahr ist die Ertragslage anno 2014 besser denn je: Der DJ-UBS-Rohstoffindex ist seit Februar mehr als 5% im Plus. Wochensieger war der Agrarsektor mit einem Plus von mehr als 10%.
Stand: ca. 11 Uhr.
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