
Berentzen kappt nach einem schwachen ersten Halbjahr die Jahresprognose. Neue Marken und Produktinnovationen sollen ab der zweiten Jahreshälfte Impulse liefern.
Die Berentzen-Gruppe hat auf Basis vorläufiger Zahlen für das erste Halbjahr ihre Jahresprognose deutlich nach unten angepasst. Hintergrund sei die anhaltende Konsumzurückhaltung auf dem deutschen Markt, die sich nach einem bereits schwachen ersten Quartal auch im zweiten Quartal fortgesetzt hat.
Der Getränkehersteller erzielte im ersten Halbjahr voraussichtlich Umsatzerlöse von 71,0 Mio. EUR nach 79,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBIT fiel auf 0,6 Mio. EUR, nachdem im Vorjahr noch 3,2 Mio. EUR erzielt worden waren. Das bereinigte EBITDA ging auf 4,9 Mio. EUR zurück nach 7,4 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2025.
Als Hauptursache nennt Berentzen ein geringeres Absatzvolumen infolge der weiterhin verhaltenen Konsumstimmung in Deutschland. Um auf das veränderte Verbraucherverhalten zu reagieren, setzt die Unternehmensgruppe ihre Strategie ‚BERENTZEN EVOLVE 2030‘ fort. Dazu zählen unter anderem die Einführung der neuen Marke Juma sowie die umfassende Neupositionierung der Marke Puschkin. Zudem sollen weitere Produktinnovationen ab der zweiten Jahreshälfte für zusätzliche Umsatz- und Ergebnisimpulse sorgen.

Traditionsunternehmen Berentzen war in den 10er Jahren auch Anleiheemittent – ein Investment in die Aktie dagegen war seither ein Flopp.
Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen seine Erwartungen für das Gesamtjahr spürbar reduziert. Beim Umsatz rechnet Berentzen nun mit 151 bis 156 Mio. EUR, nachdem bislang 163 bis 173 Mio. EUR in Aussicht gestellt worden waren. Auch die Ergebnisziele wurden gesenkt: Das EBIT soll nun 3,5 bis 5,0 Mio. EUR erreichen statt bislang 7,0 bis 9,0 Mio. EUR, während das EBITDA nun in einer Bandbreite von 12,4 bis 13,9 Mio. EUR erwartet wird. Zuvor hatte die Gesellschaft 16,1 bis 18,1 Mio. EUR prognostiziert.
Die vorläufigen Zahlen stehen noch unter dem Vorbehalt der Prüfung durch den Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Der vollständige Halbjahresfinanzbericht 2026 mit den endgültigen Geschäftszahlen soll planmäßig am 13. August veröffentlicht werden.
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