Steyr Motors: Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen Red-Cat-Angebot

Firmensitz der Steyr Motors

Steyr Motors-Aktionäre sollen 39 EUR je Aktie erhalten. Vorstand und Aufsichtsrat halten das Übernahmeangebot des US-Unternehmens Red Cat für fair und strategisch sinnvoll.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Steyr Motors AG empfehlen den Aktionären die Annahme des Erwerbsangebots der SMOT Acquisition GmbH, einer Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Red Cat Holdings. Der gebotene Preis von 39 EUR je Aktie sei fair, angemessen und attraktiv. Beide Gremien beschlossen ihre gemeinsame begründete Stellungnahme am 30. Oktober einstimmig.

Das Angebot entspricht einer Prämie von 29% gegenüber dem Xetra-Schlusskurs von 30,26 EUR am 16. Oktober, dem letzten Handelstag vor Bekanntgabe der Offerte. Auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC bestätigt den Preis in einer Fairness Opinion als finanziell angemessen.

Aus Sicht der Gremien biete das Barangebot insbesondere angesichts der geringen Handelsliquidität der Steyr-Aktie eine attraktive Möglichkeit, die Beteiligung zu einem festen Preis zu veräußern. Die Zahlung erfolge aus eigenen Mitteln von Red Cat, ein Finanzierungsvorbehalt bestehe nicht. Steyr Motors werde zudem nicht mit Übernahmeschulden belastet.

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Rückhalt erhält das Angebot auch von der Ankeraktionärin B&C Holding Österreich, die ihre 780.000 Aktien angedient hat. Damit seien nahezu 15% des Grundkapitals vertraglich gesichert. Auch CEO Julian Cassutti wolle seine eigenen Aktien andienen und unterstützt die Transaktion ausdrücklich.

Red Cat betrachtet Steyr Motors als strategische Plattform mit erheblichem Wachstumspotenzial und plant zusätzliche Investitionen. Zugleich seien vertragliche Zusagen zum Standort vereinbart: Österreich bleibt Sitz und Hauptverwaltung, Steyr Produktions-, Forschungs- und Entwicklungsstandort. Auch die Beschäftigung, bestehende Betriebsvereinbarungen und Kollektivverträge sollen erhalten bleiben.

Steyr Motors ist ein österreichischer Hersteller kundenspezifischer Motoren und Antriebssysteme für anspruchsvolle Verteidigungs- und zivile Anwendungen. Das Unternehmen gehörte bis 2025 zum Portfolio der Beteiligungsgesellschaft Mutares, die Steyr Motors Ende 2022 von Thales übernommen und im Oktober 2024 an die Börse gebracht hatte. Im November 2025 veräußerte Mutares seine verbliebene Beteiligung von 23% vollständig.

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