Märkte am Scheideweg: Finden die Bären nahrhafte Gewinne?

Märkte zwischen Energiekostenschock und Zinsfurcht: Halbleiter und KI halten den Aktienmarkt vor der Berichtssaison auf Kurs.

Ein schwelender Konflikt in der Straße von Hormus trieb die Preise für Rohöl und Erdgas kräftig an – Brent kletterte um 11%, europäisches Erdgas um 4%. Neben den immensen Transportaufschlägen von 35 bis 40 USD je Barrel Öl drücken robuste Konjunkturdaten auf die Rentenpapiere.

Nach Einschätzung von François Rimeu, Senior Strategist bei Crédit Mutuel Asset Management, gaben die starken Makrodaten den Notenbanken wie Fed, EZB, BOJ und RBA wenig Spielraum; sie drehten im September an der Zinsschraube. Indes signalisierten Währungshüter zuletzt bereits, dass die Zinserhöhungserwartungen der Anleger eventuell zu hoch gegriffen sein könnten.

Die Märkte warten auf weiteren Input

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Gute Ertragslage federt Zinssorgen ab

Hinter der ruhigen Fassade der Indizes verbirgt sich erhebliche Einzelwertvolatilität. Halt gibt vor allem die hohe Erwartungshaltung bei den Unternehmensgewinnen: Für das Gesamtjahr 2026 wird beim S&P 500 ein Gewinnplus von 32% prognostiziert, während der Stoxx 600 auf 18% taxiert wird – Werte, die man sonst nur aus Phasen nach schweren Rezessionen kennt.

Besonders das KI-Ökosystem sowie der Halbleitersektor fungieren als fundamentale Stützen. Zwar zeigen sich europäische Märkte im Zuge des schwächeren Wachstums – allen voran in Frankreich – gedämpfter, doch bietet der Markt weiterhin Chancen.

François Rimeu, Crédit Mutuel Asset Management

François Rimeu analysiert als Senior Strategist bei Crédit Mutuel Asset Management makroökonomische Entwicklungen sowie die globalen Anleihe- und Aktienmärkte.

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