
Die Wiener Börse meldet starkes Wachstum bei Anleihen und ETFs. Zugleich sollen Zukunftsdepot und betriebliche Altersvorsorge den Kapitalmarkt stärken.
Der Anleihemarkt an der Wiener Börse wächst weiter kräftig: Seit Jahresbeginn wurden 34.057 Primärlistings mit einem Emissionsvolumen von 237 Mrd. EUR verzeichnet. Gemessen an der Zahl der Listings entspricht dies einem Plus von 57% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal waren 243 Emittenten aus 35 Ländern aktiv.
Die internationale Reichweite zeige sich unter anderem an neuen Emittenten wie der Dangote-Gruppe aus Nigeria, der indischen IDFC First Bank und der Al Rajhi Bank aus der Golfregion. Damit bleibt die Wiener Börse auch für internationale Emittenten ein wichtiger Listingplatz.
Parallel rückt die kapitalgedeckte Altersvorsorge stärker in den politischen Fokus. Das geplante Zukunftsdepot soll Kindern mit staatlichem Startkapital und steuerbegünstigter Veranlagung einen frühen Zugang zum Kapitalmarkt ermöglichen.
Auch die Reform der betrieblichen Altersvorsorge soll die Möglichkeiten zur Kapitalmarktanlage erweitern und damit den Aufbau einer Zusatzpension unterstützen. Für eine umfassende Kapitalmarktstrategie brauche es allerdings auch eine Stärkung der privaten Vorsorge für alle, betont Wiener-Börse-Chef Christoph Boschan –Stichwort Behaltefrist (Haltefrist von Wertpapieren).
Der ATX Total Return setzte seine starke Entwicklung im dritten Quartal fort und lag per Ende September seit Jahresbeginn fast ein Drittel im Plus. Am 28. September markierte der Index mit 17.618 Punkten ein neues Allzeithoch. Die Marktkapitalisierung der inländischen Aktien lag Ende September bei 223,3 Mrd. EUR.
Auch das internationale Aktienangebot wächst: Das Segment Global Market umfasst inzwischen knapp 1.100 internationale Wertpapiere. Zudem sind aktuell 384 ETFs an der Wiener Börse handelbar – rund 15% mehr als im Vorjahr.
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