
Die Deutsche Konsum RE (DKR) treibt ihre Sanierung voran. Verschuldung und Zinsaufwand sinken deutlich, der operative Cashflow legt kräftig zu.
Potsdam – Die Deutsche Konsum Real Estate AG (DKR) hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 ihre Sanierung weiter vorangetrieben und die Finanzierungsstruktur deutlich verbessert. Die Gesellschaft bestätigt zugleich ihre Prognose für das Gesamtjahr.
Seit Beginn der Sanierung wurden Immobilien im Volumen von rund 78 Mio. EUR veräußert. Für zwei weitere Objekte bestehen bereits Kaufverträge über 16 Mio. EUR. Insgesamt sollen bis September 2027 Immobilien im Wert von bis zu 220 Mio. EUR verkauft werden.
Das Eigenkapital stieg um 30% auf 397,0 Mio. EUR. Gleichzeitig sanken die Finanzverbindlichkeiten um ein Drittel auf 311,5 Mio. EUR. Der Netto-LTV verbesserte sich auf 41% nach 58% zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Der Zinsaufwand verringerte sich um 43% auf 10,7 Mio. EUR.
Infolge der Portfolioverkäufe sanken die Mieterlöse um 9% auf 48,0 Mio. EUR. Das Vermietungsergebnis blieb mit 29,2 Mio. EUR nahezu stabil.
Von der niedrigeren Zinsbelastung profitierte der operative Cashflow: Die Funds from Operations (FFO) stiegen um fast die Hälfte auf 14,5 Mio. EUR. Aufgrund der höheren Aktienanzahl sank der FFO je Aktie auf 0,18 EUR nach 0,24 EUR.
Das Periodenergebnis verbesserte sich um 21% auf minus 25,7 Mio. EUR. Belastend wirkte eine Abwertung des Immobilienportfolios um 41,6 Mio. EUR beziehungsweise rund 6%. Zum 30. Juni 2026 umfasste das Portfolio 140 Objekte mit einem Bilanzwert von 693,7 Mio. EUR.
Zum 1. Juli übernahm Daniel Löhken den Vorstandsvorsitz der DKR. Der bisherige Vorstand Kyrill Turchaninov schied planmäßig Ende Juli aus. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist Dr. Kai Gregor Klinger.
Für das Geschäftsjahr 2025/26 erwartet die DKR weiterhin Mieterlöse zwischen 58 und 63 Mio. EUR. Trotz weiterer Objektverkäufe soll der FFO dank der deutlich geringeren Zinsbelastung weiter steigen. Unsicherheiten bestehen nach Unternehmensangaben weiterhin aufgrund des anspruchsvollen Marktumfelds für Immobilientransaktionen.
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