
Formycon startet mit stark steigenden Umsätzen und wichtigen Fortschritten im Biosimilar-Portfolio in das Geschäftsjahr 2026.
Die Formycon AG hat im ersten Quartal 2026 ihren Wachstumskurs fortgesetzt und den Konzernumsatz deutlich gesteigert. Die Erlöse erhöhten sich auf 13,1 Mio. EUR nach 5,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Haupttreiber waren Meilensteinzahlungen für die Biosimilar-Kandidaten FYB202 und FYB206 sowie erste Vermarktungserlöse aus zugelassenen Produkten.
Operativ erreichte Formycon mehrere wichtige Meilensteine. Besonders im Fokus steht der Pembrolizumab-Biosimilar-Kandidat FYB206, dessen klinische Studie die pharmakokinetische Äquivalenz zum Referenzpräparat Keytruda® bestätigte. Damit rückt das Projekt einen entscheidenden Schritt näher an die Zulassung.
Zudem startete Mitte Mai die europäische Vermarktung des Eylea®-Biosimilars FYB203. Damit verfügt Formycon inzwischen über drei eigenentwickelte Biosimilars im Markt.
EBITDA deutlich verbessert
Das Konzern-EBITDA verbesserte sich im ersten Quartal auf -1,7 Mio. EUR nach -13,2 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Auch das bereinigte EBITDA entwickelte sich mit -3,6 Mio. EUR deutlich besser als im Vorjahr. Hintergrund sind höhere Umsätze sowie reduzierte Forschungs-, Entwicklungs- und Strukturkosten.
Positiv entwickelte sich zudem die finanzielle Ausgangslage des Unternehmens. Das Working Capital lag Ende März 2026 bei 66,4 Mio. EUR und spiegelt laut Formycon insbesondere erwartete Meilensteinzahlungen sowie eine solide Liquiditätsbasis wider. Gleichzeitig setzt das Unternehmen verstärkt auf effiziente Entwicklungsstrukturen und disziplinierte Kostenkontrolle.
Formycon bestätigte gleichzeitig die Jahresprognose für 2026. Erwartet werden Umsätze zwischen 60 Mio. EUR und 70 Mio. EUR sowie ein positives EBITDA im Gesamtjahr.
Mit der Strategie „FYB4Growth“ will das Unternehmen seine internationale Marktposition weiter ausbauen. Dabei setzt Formycon auf geografische Diversifizierung, Blockbuster-Biosimilars, technologische Entwicklungskompetenz und konsequente Kosteneffizienz.
Für Kapitalmarktteilnehmer bleibt insbesondere das Wachstumspotenzial im globalen Biosimilar-Markt interessant. Laut Formycon könnten bis 2032 zahlreiche umsatzstarke Biopharma-Blockbuster ihren Patentschutz verlieren. Analysten erwarten daher ein starkes Wachstum des weltweiten Biosimilar-Marktes in den kommenden Jahren.
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