
Rheinmetall steigert Umsatz und Marge im ersten Quartal, bleibt jedoch unter den Markterwartungen – der Auftragsbestand erreicht neue Rekorde.
Die Rheinmetall AG ist solide ins Jahr 2026 gestartet: Der Umsatz stieg um 8% auf 1,94 Mrd. EUR, blieb jedoch unter den Erwartungen von 2,3 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis legte um 17% auf 224 Mio. EUR zu, während sich die Marge auf 11,6% verbesserte.
Damit erfüllt Rheinmetall zwar die Margenerwartungen, enttäuscht aber auf der Umsatzseite. Hintergrund ist ein außergewöhnlich starkes Vorjahresquartal mit Vorzieheffekten, die insbesondere das erste Quartal 2025 geprägt hatten.
Für das laufende Jahr zeichnet sich eine Verschiebung der Dynamik ab: Während das Wachstum im ersten Quartal moderat ausfällt, wird im zweiten Quartal schon eine deutliche Beschleunigung erwartet. Treiber sollen vor allem höhere Auslieferungen im Segment Waffe und Munition sein – unterstützt durch die Produktionsaufnahme am Standort Murcia sowie die Auslieferung vorproduzierter Lkw.
Besonders stark zeigt sich weiterhin der Auftragsbestand: Dieser stieg um fast ein Drittel auf 73 Mrd. EUR und unterstreicht die hohe Nachfrage im Verteidigungssektor. Allein neue Nominierungen und die Einbeziehung des Bereichs Naval Systems trugen maßgeblich dazu bei.
Belastend wirkt hingegen der operative Free Cashflow, der mit –285 Mio. EUR deutlich negativ ausfiel. Grund sind steigende Investitionen sowie der Aufbau des Working Capitals, während gleichzeitig nur geringe Anzahlungen verbucht wurden.
Für das Gesamtjahr bleibt Rheinmetall optimistisch: Das Unternehmen bestätigt seine Prognose eines Umsatzwachstums von 40 bis 45% sowie einer operativen Marge von rund 19%. Auch die Cash Conversion Rate soll über 40% liegen.
Die vollständigen Quartalszahlen veröffentlicht Rheinmetall am 7. Mai.
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